Peking-Reisen Gericht kippt hohe Stornokosten

Wer seine Reise zu den Olympischen Spielen nach Peking absagt, darf vom Reiseveranstalter nicht übermäßig zur Kasse gebeten werden. Das Frankfurter Landgericht gab einem Kläger Recht, der 80 Prozent des Preises zahlen sollte.


Frankfurt/Main - Bei Reisen zu den Olympischen Spielen in Peking dürfen keine unverhältnismäßig hohen Stornokosten verlangt werden. Die von einem Reiseveranstalter erhobenen Gebühren seien unangemessen und rechtswidrig, entschied das Landgericht Frankfurt in einem am heutigen Freitag veröffentlichten Urteil (AZ: 2-02 O 438/07).

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hatten gegen die Stornobedingungen des Reiseveranstalters Dertour im Zusammenhang mit Angeboten zu den Olympischen Spielen geklagt. Der Veranstalter hatte unter anderem für einen Reiserücktritt vor dem 1. Februar 2008 Stornogebühren von 80 Prozent verlangt. Die Stornogebühren für Eintrittskarten sollten sogar bei 100 Prozent liegen.

Obwohl das Urteil laut Landgericht noch nicht rechtskräftig ist, rät die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg betroffenen Reisenden, mögliche Rückzahlungsansprüche bereits jetzt geltend zu machen.

reh/ddp

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