Polarkreis Kreuzfahrtschiff vor Antarktis-Küste auf Grund gelaufen

Ende einer Kreuzfahrt: Vor der Antarktis-Küste ist die "Ocean Nova" mit 105 Menschen an Bord auf Grund gelaufen. Die Passagiere sollen nun das Schiff verlassen - unter ihnen befinden sich auch mehrere Deutsche.


Buenos Aires - Für die 64 Passagiere - unter ihnen vier Deutsche und ein Schweizer - gebe es keine Gefahr, erklärten die argentinische Marine und der US-Reiseveranstalter Quark Expeditions.

Die unter der Flagge der Bahamas fahrende "Ocean Nova" lief etwa zwei Kilometer vor dem argentinischen Antarktis-Stützpunkt San Martin auf Grund. Das 73 Meter lange Schiff sei von heftigem Wind in die Untiefe geschoben worden, sagte der Chef von Quark Expeditions, Patrick Shaw. Der Kapitän habe vorsichtshalber ein Notsignal gegeben, das vom argentinischen Rettungsdienst empfangen worden sei. Es gebe jedoch keinen Hinweis auf ein Leck im Schiffsrumpf.

"Die Passagiere genießen wie vorgesehen das normale Tagesprogramm an Bord", teilte der Veranstalter am Mittwoch mit. Der Kapitän Per Gravesen, ein früherer Offizier der dänischen Marine, habe fast 25 Jahre Navigationserfahrung im Polarmeer.

Drei Schiffe seien auf dem Weg, um zu helfen. Dabei handele es sich neben einem spanischen und einem argentinischen Schiff auch um die "Clipper Adventurer", ein weiteres Kreuzfahrtschiff aus der Flotte des Reiseveranstalters. Nachdem es auch bei Hochwasser nicht gelang, aus eigener Kraft wieder flott zu werden, soll nun die "Clipper Adventurer" die Passagiere an Bord nehmen. Dann sollen die Kreuzfahrer ihre Reise nach Ushuaia in Feuerland fortsetzen.

Das Unglück ereignete sich am achten Tag einer zweiwöchigen Reise zur Erkundung des Polarkreises. Kreuzfahrten in die Antarktis werden immer populärer. In der vergangenen Saison waren dort nach Angaben der Tourveranstalter bereits 46.000 Touristen unterwegs - das sind etwa doppelt so viele wie vor fünf Jahren.

sto/han/AP/dpa/AFP



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