Preiserhöhung Fernverkehr der Bahn wird teurer

Die Deutsche Bahn erhöht ihre Preise im Fernverkehr zum 1. April um durchschnittlich 3,4 Prozent. Der Preisanstieg betrifft vor allem Strecken zwischen 200 und 700 Kilometer Länge.


Kunden müssen tiefer in die Tasche greifen: Die Preise für den Fernverkehr werden erhöht
DPA

Kunden müssen tiefer in die Tasche greifen: Die Preise für den Fernverkehr werden erhöht

Berlin - Heute gab die Bahn bekannt: Die Tarife bleiben bei Fahrten bis zu einer Länge von 100 Kilometern stabil. Bei einer Strecke von 100 bis 200 Kilometern sollen die Preise im Schnitt um 1,6 Prozent sinken. Durchschnittlich 5,8 Prozent mehr sollen die Kunden ab einer Fahrstrecke von 400 Kilometern zahlen. Für lange Strecken, auf denen die Bahn mit Billigfliegern konkurriert, ist eine Preisobergrenze von 111 Euro für die einfache Fahrt in der zweiten Klasse vorgesehen.

Unverändert sollen die Frühbucher- und Rabattregelungen für Besitzer der BahnCard bleiben. Zeitkarten im Fernverkehr sollen jedoch um 1,9 Prozent teurer werden.

Als Gründe für den Schritt nannte Karl-Friedrich Rausch, Vorstand vom Personenverkehr, unter anderem gestiegene Energiekosten. Außerdem seien die Preise im Fernverkehr zuletzt vor fünf Jahren durchgängig erhöht worden. Um der Konkurrenz von Pkw und Billigfliegern zu begegnen, würden die Preise gestaffelt angehoben. Eine Erhöhung der Preise sei nur in dem Segment möglich gewesen, in dem das Unternehmen die stärkste Wettbewerbsposition hat - also auf den Strecken zwischen 200 und 700 Kilometern Länge.

Die Bahn erhofft sich von der Verteuerung Mehreinnahmen im zweistelligen Millionenbereich. Die "sehr kurzfristig entschiedene" Preiserhöhung hängt aber laut Rausch nicht mit den Umsatzrückgängen im Fernverkehr im vergangenen Jahr zusammen.



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