Preispanne bei El Al Fluglinie lässt Billigtickets nach Israel gelten

Teure Billigtickets für El Al: Nach einer technischen Panne wurden knapp 5000 Flüge von New York nach Tel Aviv zu Spottpreisen verkauft. Die israelische Airline sucht nun nach der Ursache für den Fauxpas - und steht zu ihrem ungewollten Sonderangebot.   

Jerusalem - Die israelische Airline El Al will etwa 5000 durch eine technische Panne zu einem Spottpreis verkaufte Tickets für Flüge ab New York gelten lassen. Die genauen Hintergründe der irrtümlichen Sonderangebote im Internet am Montag müssten noch ermittelt werden, hieß es am Donnerstag. Das Unternehmen habe sich aber dennoch zur Anerkennung der erworbenen Billigtickets entschieden.

In jüdischen Gemeinden in New York hatte sich die Nachricht über die offenkundigen Spottpreise bei El Al wie ein Lauffeuer verbreitet: In weniger als drei Stunden buchten tausende Kunden den Hin- und Rückflug nach Israel für 400 Dollar (325 Euro) - der Normalpreis liegt bei etwa 1600 Dollar.

Laut einem Bericht der "New York Post" hatten manche nicht nur für sich selbst Tickets gekauft, sondern für die ganze Familie. "Ich habe für mich, meine Frau, ihre Eltern und ihre drei Brüder reserviert", sagte der 28-jährige Joey Mansour aus Brooklyn der Zeitung. "Und dann hab ich nochmal Flüge im März gebucht: für meine Schwager, den Cousin meiner Frau mit seinen drei Kindern sowie seine Schwiegermutter, dann für die Tante meiner Frau, ihren Ehemann und die zwei Kinder." Schwangere Frauen hätten dem Bericht zufolge sogar versucht, für noch ungeborene Kinder Flüge zu buchen.

dkr/dapd
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