Explosionsgefahr an Bord Qantas verbietet Nutzung von Samsung Galaxy Note 7

Samsungs Rückholaktion ihres neuen Smartphones macht australischen Fluglinien Sorgen. Drei Airlines, darunter auch Qantas, verbieten das Anschließen und Aufladen des Galaxy Note 7 an Bord.

Samsung Galaxy Note 7
DPA

Samsung Galaxy Note 7


So ein Samsung Galaxy Note 7 kann schon mal in die Luft gehen. Von explodierten Akkus, zersplitterten Displays und verkohlten Geräten wurde in bisher 35 Fällen berichtet. Der südkoreanische Hersteller Samsung hat daraufhin einen weltweite Rückrufaktion angekündigt, sie betrifft mehr als 2,5 Millionen Smartphones.

Drei Fluglinien in Australien beunruhigt die drohende Explosionsgefahr. Qantas, seine Billigflieger-Tochter Jetstar und Virgin Australia haben angekündigt, dass dieses Handy-Modell an Bord nicht mehr genutzt werden darf. Passagiere müssen ihr Galaxy Note 7 zwar nicht vor dem Flug abgeben, aber sie dürfen es nicht anschalten oder zum Laden an das Inflight-Entertainment-System anschließen, wenn USB-Buchsen vorhanden sind.

"Aufgrund des Rückrufs von Samsung Australia für das Samsung Galaxy Note 7 fordern wir unsere Passagiere auf, diese Geräte nicht während des Fluges einzuschalten oder aufzuladen", teilte Qantas mit. In Australien gab es vor Kurzem Meldungen über zwei Smartphone-Explosionen. Eins davon soll während des Aufladens in einem Hotelzimmer in Perth in Brand geraten sein, während der Besitzer schlief. Schaden im Raum: 1800 australische Dollar (1200 Euro), die Samsung übernehmen will.

Bei der größten deutschen Fluglinie Lufthansa gibt es bisher keine Überlegungen, auf das Samsung-Modell hinzuweisen. Das sagte Unternehmenssprecher Michael Lamberty SPIEGEL ONLINE. In Deutschland sollte das Galaxy Note 7 ursprünglich am 2. September erscheinen, mittlerweile nennt Samsung kein Erscheinungsdatum mehr. Das Gerät wird 849 Euro kosten. Wer schon eins besitzt, kann sich für einen Austausch auf einer Homepage registrieren lassen.

abl/Reuters



insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
didi2212 08.09.2016
1. Verständlich!
....bis das Ereignis eintritt müssen also von der Wahrscheinlichkeit 70000 Passagiere einchecken, die dieses Gerät schon besitzen und auch in der Maschine aufladen. Das Note 7 mutiert aber nicht zum Flammenwerfer und steht unter Beobachtung. Es ist also nicht zu befürchten, dass es gleich zur Katastrophe kommt. Früher durfte ja auch in den Maschinen geraucht werden. Dennoch sollte im Flugverkehr die Sicherheit Vorrang haben.
Herbert Diess 08.09.2016
2. Zweimal!
Wer billig kauft, kauft zweimal.
kira_x 08.09.2016
3. @ 2.
Billig? Sie empfinden 850? als billig?
vantast64 08.09.2016
4. Das reicht nicht,
ein Herunterfallen, ein fester Stoß, kann zur Beschädigung der Isolation zwischen den Zellwänden und damit zum Kurzschluß mit Feuer/Explosion führen, auch, wenn das Ding ausgeschaltet ist.
Herbert Diess 08.09.2016
5. Überschrift
@kira-x Es geht um die Qualität, nicht um den Preis
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