"Queen Mary 2" Passagiere bekommen Geld zurück

Die Reederei des Luxusschiffs "Queen Mary 2" erstattet mehreren hundert Gästen den vollen Reisepreis ihrer Luxus-Kreuzfahrt zurück. Weil sich auf der Reise mehrere Pannen ereignet hatten, hatten die Passagiere ihr Geld zurückgefordert und sogar mit Sitzstreiks gedroht.


Rio de Janeiro - Schon kurz nachdem die "QM2" aus dem Hafen von New York ausgelaufen war und die Route nach Rio de Janeiro eingeschlagen hatte, war es zu ersten Problemen gekommen.

"Queen Mary 2" in Fort Lauderdale: Landgang verboten
AP

"Queen Mary 2" in Fort Lauderdale: Landgang verboten

Eine Havarie im Hafen von Fort Lauderdale am Mittwoch hatte dann den Terminplan der "Queen Mary 2" durcheinander gebracht. Das Schiff musste in den Hafen zurückgeschleppt werden, ein Antriebsmotor war beschädigt. Aufgrund der US-Einwanderungsgesetze konnten die Kreuzfahrer das Schiff in Florida nicht verlassen - die Passagiere waren empört.

Um den Reiseplan einhalten zu können hatte die Reederei daraufhin drei Zwischenstopps gestrichen. Statt Landgängen auf den Karibikinseln St. Kitts und Barbados und in der brasilianischen Küstenmetropole Salvador de Bahia mussten die Passagiere auf der Reise nach Rio neun Tage ohne Unterbrechung auf See verbringen.

Als Entschädigung hatte die US-Reederei Cunard Lines allen Reisenden zunächst die Hälfte des Reisepreises zurückerstatten wollen. Daraufhin hatten viele Passagiere mit einem Sitzstreik gedroht, der möglicherweise die Weiterfahrt verhindert hätte. Kurz vor der Ankunft in Brasilien teilte die Reederei nun mit, dass allen Gästen, die das Schiff in Rio de Janeiro verlassen, die kompletten Reisekosten erstattet werden.



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