Rauchende Toilette Swiss-Maschine musste in China zwischenlanden

Gestrandet im Nordwesten Chinas: Ein Swiss-Flugzeug auf dem Weg nach Hongkong wurde am Sonntagmorgen in einer abgelegenen Provinz zur Zwischenlandung gezwungen, weil aus einer Toilette Rauch quoll. Seither warten die Passagiere auf eine Ersatzmaschine.


Zürich - Ein Airbus A-340 der Schweizer Fluglinie Swiss hat am Sonntag in Ürümqi im Nordwesten Chinas einen Zwischenstopp einlegen müssen. Grund dafür war ein Rauchalarm auf einer Toilette, wie Swiss-Sprecher Franco Gullotti erklärte. An Bord der Maschine von Zürich nach Hongkong mit Flugnummer LX 138 befanden sich 228 Passagiere und 13 Crew-Mitglieder.

Der Pilot habe sich dazu entschlossen, das Problem von einem Techniker untersuchen zu lassen, und sei deshalb unplanmäßig gelandet, sagte Gullotti. Für die Passagiere habe zu keiner Zeit Gefahr bestanden, niemand sei verletzt worden.

"Nach dem Knall roch es im ganzen Flugzeug nach verbranntem Kunststoff wie bei einem Kabelbrand", berichtet ein Augenzeuge SPIEGEL ONLINE. Der Pilot habe mitgeteilt, dass eines von zwei Akku-Packs der Aircondition explodiert sei. Zur Ursache der Rauchentwicklung lägen der Swiss noch keine gesicherten Informationen vor, sagte Gullotti.

Laut dem Augenzeugen landete der Airbus am Sonntagmorgen um 6 Uhr in Ürümqi. Seither warten die Passagiere auf einen Weiterflug. Sie wurden in Hotels vor Ort einquartiert.

Geplant sei zunächst gewesen, die Maschine vor Ort reparieren zu lassen, sagte Gulotti. Da die Reparatur jedoch länger dauert als gedacht, musste eine Ersatzmaschine organisiert werden. Die Passagiere würden daher am frühen Montagnachmittag mit einem Charterflugzeug der China Southern nach Hongkong geflogen, sagte der Swiss-Sprecher. Der reparierte Airbus werde nach Zürich zurückkehren.

abl



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