Recht auf Reisen Keine Haftung für öffentliches Badeverbot

Für ein Badeverbot an öffentlichen Stränden können Reiseveranstalter nicht haftbar gemacht werden. Hisst ein offizieller Rettungsschwimmer die rote Flagge, rechtfertigt das laut Gerichtsentscheid keinen Anspruch auf Preisminderung.


Traumstrand, aber Baden verboten? - Dafür gibt es kein Geld zurück
DPA

Traumstrand, aber Baden verboten? - Dafür gibt es kein Geld zurück

Frankfurt am Main - Im verhandelten Fall hatten Urlauber versucht, wegen eines Badeverbots während ihres Kuba-Aufenthalts Geld vom Reiseveranstalter zurückzubekommen. Das Amtsgericht Bad Homburg jedoch wies die Klage als unbegründet ab. Das berichtet die von der Deutschen Gesellschaft für Reiserecht herausgegebene Zeitschrift "ReiseRecht aktuell". (Az.: 2 C 1658/01 (19))

Zwar müsse offen bleiben, ob die Rettungsschwimmer am Strand zu Recht die rote Flagge für ein Badeverbot gehisst hätten, so das Gericht. Der Reiseveranstalter sei jedoch für das Verhalten der Lebensretter nicht verantwortlich, da es sich bei dem Strand nicht um einen hoteleigenen Küstenabschnitt, sondern einen öffentlichen Strand gehandelt habe. Auch seien die Rettungskräfte keine Hotelangestellten gewesen, sondern von den Behörden mit der Aufgabe betraut worden.

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