Recht Reisebüro muss sich bei Flugtickets an vereinbarte Preise halten

Der Flug von New York nach Miami schien ein Schnäppchen: 38 Dollar sollte die Verbindung laut Reisebüro kosten. Doch vor Ort war der Ticketpreis ein Vielfaches höher. Der Kunde zahlte und klagte.


Grevenbroich/Frankfurt/Main - Wenn ein Reisebüro den Kauf eines Flugtickets vermittelt, muss der Kunde nur den dabei vereinbarten Preis zahlen. Wird das Ticket erst bei Aushändigung vor Ort bezahlt und ist der Preis dann deutlich höher, muss das Reisebüro für die Differenz gerade stehen, entschied das Amtsgericht Grevenbroich, wie die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in Frankfurt in ihrer Fachzeitschrift "ReiseRecht aktuell" berichtet.

Dem Kläger hatte ein Reisebüro fünf Flüge von New York nach Miami für jeweils 38 US-Dollar vermittelt. Die Tickets standen in den USA dann aber nicht zur Verfügung - stattdessen kostete der Flug 690 Dollar pro Person. Das Reisebüro sei wegen Nichterfüllung seiner Leistungspflicht zu Schadenersatz verpflichtet und müsse die Differenz zwischen vereinbartem und bezahltem Flugpreis tragen - in diesem Fall 3162 Euro.

Amtsgericht Grevenbroich, Aktenzeichen 19 C 377/03

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