Reisebuchungen Veranstalter blicken skeptisch ins neue Jahr

Zurückhaltung bei Buchungen: Die Reisebranche fürchtet angesichts der Wirtschaftskrise einen spürbaren Rückgang der Reiselust der Deutschen. Die Verkäufe laufen derzeit schleppend - für den Sommer befürchtet der Deutsche Reiseverband eine Rabattschlacht.


Frankfurt am Main - Die Reiseveranstalter blicken skeptisch in das neue Jahr. Für die Wintersaison rechnet der Deutsche Reiseverband (DRV) bestenfalls mit einem Wachstum "knapp über null". Der DRV wäre "mit einem seichten Plus bei Umsatz und Teilnehmern in der Wintersaison schon sehr zufrieden", sagte DRV-Präsident Klaus Laepple der "Frankfurter Rundschau". Das bisherige Buchungsplus schmelze "seit Wochen wie Schnee in der Sonne".

Die meisten Veranstalter haben den Winter nach Einschätzung von Laepple schon so gut wie abgehakt. Längst richte sich der Blick sorgenvoll auf die ungleich gewichtigere Hauptsaison. "Die neuen Sommerkataloge stoßen zwar auf reges Interesse", sagte Laepple. Doch bisher zögerten die meisten Kunden mit der Buchung. "Wenn diese Zurückhaltung anhält, dann bekommen wir ernsthafte Probleme", sagte der Verbandschef weiter.

Laepple befürchtet eine Preisschlacht. "Die Frage ist, wer als erster die Nerven verliert und die Preise senkt, um seine Angebote loszubekommen." Das wäre nach Ansicht des DRV-Präsidenten aber die falsche Strategie. "Wenn Reisen nur über den Preis und im Last-Minute-Geschäft verschleudert werden, geht das auf Kosten der Qualität und nützt am Ende auch dem Kunden wenig", sagte Laepple.

In den vergangenen Jahren habe die Schnäppchenmentalität der Verbraucher nachgelassen, die Kunden setzten wieder mehr auf Qualität. "Diesen Erfolg sollte unsere Branche nicht gefährden."

sto/AP/AFP



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