Urteil Airline darf Kunden für "bombigen Urlaub" nicht stehen lassen

Ein Passagier freute sich am Flughafen auf einen "bombigen Urlaub" in den USA - und durfte nicht an Bord. Ein Amtsrichter sprach ihm nun eine Entschädigung zu.

Strand in Florida
REUTERS

Strand in Florida


Die Vorfreude auf einen "bombigen Urlaub" reicht nicht, um einen Reisenden von seinem Flug auszuschließen. Das hat das Düsseldorfer Amtsgericht entschieden und einem Reisenden aus Bosau (Schleswig-Holstein) Anspruch auf gut 1400 Euro Entschädigung zugesprochen, wie eine Gerichtssprecherin am Freitag mitteilte.

Eine Fluggesellschaft hatte den Passagier in Düsseldorf stehen lassen, weil dieser beim Check-in auf die Frage nach dem Reisezweck geantwortet hatte, er wolle einen "bombigen Urlaub" haben. Obwohl der Mann noch mehrfach beteuerte, "bombig" im Sinne von "toll" gemeint zu haben, durfte er nicht mitfliegen.

Er hatte einen Flug in den US-Bundesstaat Florida gebucht. Offen blieb, ob die Airline Rücksprache mit den amerikanischen Behörden gehalten hatte. Zum Prozess war kein Vertreter der Airline erschienen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Düsseldorfer Amtsgericht, Aktenzeichen 42 C 310/18

abl/dpa



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