Reiserecht Selbst über Einreisebestimmungen informieren

Wer mit einem israelischen Stempel im Pass in ein arabisches Land einreisen will, muss mit Schwierigkeiten rechnen und hat keinen Anspruch auf Schadenersatz. Vielmehr sollten sich Urlauber vor Reiseantritt selbst über die Einreisebestimmungen informieren.


Frankfurt am Main - Nach einem Urteil des Amtsgerichts München können Pauschalreisende nicht einfach dem Veranstalter die Schuld geben, wenn sie wegen Verletzung der Einreisebestimmungen das angestrebte Urlaubsziel nicht erreichen, berichtet die Fachzeitschrift "ReiseRecht aktuell".

In dem vorliegenden Fall (Az.: 211 C 29754/01) hatte der Kläger eine Reise nach Libyen gebucht. Trotz eines israelischen Stempels im Pass erteilte ihm die libysche Botschaft ein Visum. Einreisen durfte er trotzdem nicht.

Der Veranstalter erstattete dem Kläger den vollen Reisepreis und zahlte ihm darüber hinaus 1820 Mark. Das war dem Kläger jedoch nicht genug. Er klagte auf weiteren Schadenersatz. Unbegründet, wie das Gericht befand. Dem Kläger sei bekannt gewesen, dass ein israelischer Stempel Schwierigkeiten verursachen könne. Er trage also zumindest eine Mitschuld an den entgangenen Urlaubsfreuden.

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