Reisetipps der "New York Times" 52 Orte, die Sie in diesem Jahr besuchen sollten

Da ist Fernweh garantiert: Die "New York Times" hat ihre Liste mit den 52 Top-Reisezielen für 2019 veröffentlicht. Mit dabei sind Puerto Rico, Santa Barbara - und drei Ziele in Deutschland.

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Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, viele Menschen kommen aus dem Urlaub zurück. Aber wer schon jetzt auf der Suche nach neuen Reisezielen für die kommenden zwölf Monate ist, kann sich an dem aktuellen Ranking der "New York Times" orientieren. "52 Places to Go", heißt die Liste, auf der die Zeitung ihre Top-Reiseziele zusammenstellt - eins für jede Woche des Jahres. Das jährlich veröffentlichte Ranking zählt zusammen mit dem des Reiseführers "Lonely Planet" zu den besonders bekannten Empfehlungen für Reisende.

Bei der "NYT" steht in diesem Jahr Puerto Rico ganz oben auf der Liste. Vor anderthalb Jahres wütete dort Hurrikan "Maria" - inzwischen sei die Insel dabei, sich zu erholen. Als Besonderheiten nennt die Zeitung unter anderem die Kunstszene auf Puerto Rico sowie einen geplanten Unterhaltungskomplex samt Kinos, Restaurant und einer großes Konzerthalle in San Juan (mehr dazu, warum es die Insel auf den Spitzenplatz schaffte, können Sie hier nachlesen).

Auf den folgenden Rängen liegen Hampi in Indien, Santa Barbara in Kalifornien und Panama. Auf Platz 5 folgt das erste deutsche Reiseziel der Liste: München.

München sei mit seiner Kombination aus Theater (darunter die Münchner Kammerspiele und das Residenztheater), Museen (Lenbachhaus) und der Bayerischen Staatsoper als Kulturziel kaum zu übertreffen, heißt es. Die Oper sei eines der "spannendsten Opernhäuser Europas", die Theater zählten zu den "kreativsten und ehrgeizigsten" in Europa. "Theater. Kunst. Oper. Was wollen Sie mehr?"

Neben München gibt es in dem Reiseranking noch zwei weitere deutsche Ziele. Anlässlich des 100. Geburtstags der Architektur- und Designschule Bauhaus empfiehlt die "NYT" auch Dessau (Platz 26): Neben Veranstaltungen in Berlin und Weimar sei Dessau in Sachsen-Anhalt "möglicherweise das anziehendste Ziel", heißt es. Ein Höhepunkt sei die für kommenden September geplante Eröffnung des Bauhaus Museums, das die Zeitung als "gläsernes, minimalistisches Rechteck" beschreibt.

Die dritte deutsche Reiseempfehlung sind die Nordseeinseln entlang den Küsten Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande (Platz 30): Sie werden im Ranking als Ziel für nachhaltigen Tourismus gelobt. Die Artenvielfalt im Wattenmeer, das zum Unesco-Weltnaturerbe zählt, könne man auf Nachtsafaris erkunden.

Graugänse im Wattenmeer vor Pilsum (Niedersachsen)
DPA

Graugänse im Wattenmeer vor Pilsum (Niedersachsen)

Die Liste "52 Places to Go" erscheint in diesem Jahr zum 14. Mal. Die "New York Times" sammelt dafür Vorschläge ihrer Korrespondenten und Reisereporter aus allen Teilen der Welt. 2018 wurden die westlichen deutschen Bundesländer empfohlen, 2017 war Hamburg gelistet.

Im vergangenen Jahr schickte die Zeitung erstmals einen Reporter los, um alle 52 Orte auf der Liste zu besuchen und die Empfehlungen in konkrete Pläne und Tipps zu verwandeln. Den abschließenden Bericht von Jada Yuan können Sie hier nachlesen. Auch für dieses Jahr hatten sich zahlreiche Reiselustige um den Job beworben, die Zeitung entschied sich diesmal für Sebastian Modak. Er wird seine Reise in Puerto Rico starten.

aar/dpa

insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
112211 10.01.2019
1. Mal wieder
Dass die Nordseeinseln genannt werden, ist löblich. Bei Dessau fällt mir nicht mehr als ein "Naja" ein, und zu München? Noch nicht einmal ein "Naja".
Gluehweintrinker 10.01.2019
2. Schon mal was von Übertourismus gehört?
Wenn alle überall hin reisen, reist niemand mehr irgendwo hin, denn dann sind die Reiseziele ihrer Identität beraubt, der Wohnungsmarkt zerstört, ebenso die soziale Mischung der Einwohner und die Handelsstruktur. Pommesbuden und Souvenirshops statt Vielfalt. Aber das hat die New York Times wohl nicht auf dem Schirm gehabt, als sie ihren Lesern empfahl wie besessen zu reisen.
hegoat 10.01.2019
3.
Ich soll nach Puerto Rico fahren, weil es dort eine Künstlerszene gibt oder nach München, weil dort Oper und Theater (subjektiv) gut seien oder nach Dessau, weil dort zufällig 100 Jahre Bauhaus gefeiert wird. Klar, das ist für mich als Amerikaner natürlich ein Hauptgrund, in den Flieger zu steigen. Selten so eine Quatsch-Liste gesehen!
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