Rekordversuch in Bremerhaven Sportboote bildeten längste Parade der Welt

Über 300 Skipper stellten in Bremerhaven einen neuen Weltrekord auf: Zur Eröffnung der umgebauten Kaiserschleuse bildeten sie die längste Schiffskette der Welt - ob die Sportboot-Kapitäne die Vorgaben für das Guinness-Buch erfüllten, wird nun geprüft

dapd

Bremerhaven - Bremerhaven will künftig mit einem Weltrekord im Guinness-Buch der Rekorde stehen: Am Samstag bildeten nach Angaben der Hafengesellschaft Bremenports 327 Sportboote die bislang weltweit längste Parade. Damit wurde die zunächst von Hafensenator Martin Günthner (SPD) angegebene Anzahl von 340 Sportbooten nach unten korrigiert. Den Rekord halten bislang britische Schüler mit einem Konvoi aus 319 kleinen Segeljollen.

"Wir hatten genug Schiffe, aber wissen noch nicht, ob die Abstände stimmten", sagte der Sprecher der Hafenverwaltung bremenports, Rüdiger Staats. Die Vorgaben forderten einen maximalen Abstand von 1,5 Bootslängen zwischen zwei Schiffen sowie eine mindestens 3,5 Kilometer zusammenhängende Strecke. Aufgrund von Windböen sei es für die Kapitäne sehr schwierig gewesen, Kurs und Tempo zu halten, sagte Staats.

Das Guinness Buch der Rekorde wird den von einem Notar beglaubigten Weltrekordversuch aus Bremerhaven nun prüfen. Dies werde voraussichtlich mehrere Monate dauern, erklärte der Sprecher. Skipper aus zahlreichen Vereinen von Unterweser bis Hamburg kamen zu dem Versuch nach Bremerhaven, begleitet wurden sie von 25 Themenschiffen und vier Großseglern.

Anlass war die Eröffnung der Kaiserschleuse am Freitag nach dreieinhalb Jahren Umbauzeit, das die Stadt mit einem großen Volksfest feierte.

Die 1897 erbaute Schleuse wurde seit 2007 umgebaut und dabei auf 305 Meter Länge und 55 Meter Breite vergrößert. Es ist die zweite für nahezu alle Schiffsgrößen geeignete Zufahrt zu den Bremerhavener Überseehäfen. Und als eine der größten Schleusen Deutschlands ist sie jetzt für die nächsten Generationen von Autotransportern ausgelegt. Der vollständig vom Land Bremen finanzierte Bau kostete 233 Millionen Euro.

Dampferparade an der Elbe

Auch in Dresden waren Schiffe die Stars des Wochenendes: Am Sonntag fuhren neun historische Raddampfer vom Terrassenufer im Stadtzentrum Dresdens in Richtung Pillnitz. Begleitet wurde die traditionelle Dampferparade auf der Elbe von Live-Musik und dem Jubel Tausender Zuschauer. Die ältesten Dampfer sind mehr als 130 Jahre alt.

Die Parade war die erste im 175. Jubiläumsjahr der "Sächsischen Dampfschiffahrt". Ihre Flotte gilt als die größte und älteste der Welt. Das Unternehmen hofft in diesem Jahr auf 700.000 Fahrgäste. 2010 war der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um knapp 13 Prozent auf 7,6 Millionen Euro und 590.000 Passagier eingebrochen.

abl/dpa/dapd



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