Residenz Heinz Winkler Brand beim Sternekoch

Beim Drei-Sterne-Koch Heinz Winkler hat es gebrannt: Im Personalgebäude seiner Residenz am Chiemsee erlitten bei einem Schwelbrand zwölf Menschen Verletzungen.


Aschau - Bei dem Brand in der Nacht zum Freitag kamen elf Menschen mit Rauchvergiftungen davon. Eine 20-jährige Angestellte erlitt ein Schädelhirntrauma. Die Frau war durch die starke Rauchentwicklung in Panik geraten und von einem Balkon im ersten Stock des Mitarbeiterhauses gesprungen. Die Polizei korrigierte ursprüngliche Angaben, wonach durch das gegen 4.30 Uhr ausgebrochene Feuer insgesamt 19 Menschen verletzt wurden.

Sternekoch Heinz Winkler sagte, es habe lediglich in einem Gang des Personalgebäudes gebrannt. Der Hotel- und Restaurantbetrieb in Aschau im Chiemgau gehe ganz normal weiter. Er sei in großer Sorge um die schwer verletzte Mitarbeiterin. Zur Brandursache hatten die Ermittler zunächst keinerlei Anhaltspunkte. Der Schaden beläuft sich nach ersten vorsichtigen Schätzungen der zuständigen Polizeidirektion Rosenheim auf 40.000 bis 50.000 Euro. Das unter Denkmalschutz stehende Personalhaus befindet sich am Rande des weitläufigen Geländes 800 Meter weit von der Gastronomie entfernt.

Der aus Südtirol stammende 56-jährige Winkler gehört seit Jahren zur Crème de la Crème der europäischen Küche. Er hatte die spätmittelalterliche Anlage, die über Jahrhunderte den Namen "Hotel Post" trug, 1989 gekauft und anschließend umgestaltet. Heute hat die Residenz 32 Zimmer und Suiten, zwei Drittel davon luxuriöse Appartements. Winkler erhielt 18-mal drei Sterne im Guide Michelin, zuletzt in diesem Jahr. In Deutschland gibt es insgesamt nur fünf Restaurants dieser Kategorie. Im Gault Millau holte er dreimal 19,5 Punkte und damit die Höchstnote für die weltbesten Restaurants.



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