Riesenfeuerwerk "Pyromusikale" Der Himmel über Berlin leuchtet

Spektakuläre Lichtereffekte, pompöse Orchestermusik: Der stillgelegte Flughafen Tempelhof in Berlin ist Schauplatz eines gigantischen Feuerwerk-Festivals. Ein Weltrekordversuch scheiterte allerdings - schuld daran sollen Füchse sein.


Berlin - Das Feuerwerks-Spektakel "Pyromusikale" hat den Himmel über Berlin erleuchtet. Zum Auftakt des dreitägigen Festivals spielten die Berliner Symphoniker am Donnerstagabend Händels Feuerwerksmusik und wurden dabei auf den Takt genau von einem spektakulären Feuerwerk am Himmel begleitet. 35.000 Zuschauer zeigten sich auf dem Gelände des stillgelegten Tempelhofer Flughafens begeistert von dem knapp zehnminütigen musikalischen Feuerwerk, das der Berliner Pyrotechniker Hans-Georg Kehse inszeniert hatte.

Zuvor war Kehse mit dem Versuch gescheitert, binnen weniger Sekunden 20.000 bengalische Feuer am Boden zu entzünden. Damit sollte der Schriftzug der Hauptstadtkampagne "be Berlin" geformt werden. Tatsächlich blieb ein Teil des Lichtbildes dunkel, die Schrift war nur bruchstückhaft zu lesen. Vermutlich hätten Füchse die Zündkabel angefressen, hieß es.

Die Pyromusikale ist nach Angaben der Veranstalter das weltweit größte Musik-Feuerwerk. Sie wird am Freitag und Samstag mit Feuerwerk aus China und Kanada fortgesetzt. Der Zuschauerzuspruch blieb am ersten Abend allerdings hinter den Erwartungen zurück, wie eine Sprecherin der Veranstalter am Abend sagte. Sie erhoffe sich von den Wochenend-Abenden mehr Andrang. Die Veranstalter hatten mit 270.000 Besuchern an den drei Abenden gerechnet.

Politiker hatten die Pyromusikale bereits im Vorfeld wegen der umfangreichen Straßensperrungen kritisiert. Sowohl die Stadtautobahn A100 als auch der Tempelhofer Damm sollten zwischenzeitlich gesperrt werden.

Umweltschützer hatten eine hohe Feinstaubbelastung und Schäden für brütende Vögel auf dem früheren Flughafengelände befürchtet. Zudem wurde auf die Einhaltung der Lärmverordnung und damit das Ende des Feuerwerks um 23 Uhr gepocht. Daran hielten sich die Pyrotechniker.

sto/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.