Ryanair-Chef O'Leary bezeichnet Grippe als Problem nur für Arme

Ryanair-Chef O'Leary verspottet die Furcht vor einer weltweiten Ausbreitung der Schweinegrippe als Panikmache: Die Krankheit sei eine Tragödie, sagte der Boss der Billigfluglinie - aber "nur für Menschen, die in Armenvierteln leben".


London - Ryanair-Chef Michael O'Leary hat die Schweinegrippe als Problem lediglich für Slumbewohner in Mexiko und Asien bezeichnet. Die Grippe werde sich weder zu einer Pandemie auswachsen noch - wie bereits andere Krankheiten zuvor - besondere Auswirkungen auf Europa haben, sagte der Chef des irischen Billigfliegers laut der Zeitung "Times".

"Werden wir an der Schweinegrippe sterben? Nein. Sind wir durch Sars gefährdet? Nein. Maul- und Klauenseuche? Nein. Wird sie (die Schweinegrippe) in diesem Sommer Menschen auf Kurzstreckenflügen durch Europa betreffen? Glücklicherweise nicht", wurde O'Leary am Dienstag zitiert. Die Schweinegrippe sei "eine Tragödie nur für die Menschen, die in Armenvierteln in Asien und Mexiko leben".

REUTERS
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Die Schweinegrippe hat in Mexiko möglicherweise mehr als 150 Menschen das Leben gekostet. In Großbritannien sind zwei Erkrankungen bestätigt, die Betroffenen haben sich offenbar im Urlaub in Mexiko angesteckt. Sie litten Berichten zufolge aber nur unter sehr leichten Symptomen. Verdachtsfälle gibt es in zahlreichen europäischen Ländern.

Zuletzt hatte der Chef der Billigfluglinie mit fragwürdigen Vorschlägen für Aufruhr gesorgt: Unter anderem erwog er öffentlich Pläne, die Nutzung der Bordtoilette kostenpflichtig zu machen. Kürzlich hatte O'Leary angekündigt, auf Ryanair-Flügen eine Zusatzgebühr für stark Übergewichtige Passagiere einführen zu wollen.

amz/AP



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