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Flughafen Málaga Passagier will Flugzeug über Tragfläche verlassen

Auf dem Flughafen von Málaga dauerte einem Ryanair-Passagier der Ausstieg zu lange. Er wählte eine vermeintliche Abkürzung - den Notausgang.

Eine Ryanair-Maschine landet auf dem Flughafen von Málaga. Die Passagiere stehen auf, holen ihr Handgepäck aus den Fächern, warten im Gang, drücken gelangweilt auf ihren Handys herum. Mehr als 30 Minuten verbringen sie so, wie mehrere Medien berichten - offenbar ohne informiert zu werden, wann sie das Flugzeug verlassen dürfen. Dann wird es einem Passagier zu bunt: Der 57-Jährige öffnet den Notausgang und klettert auf die Tragfläche.

Das Flugzeug sei bereits in London-Stansted mit mehr als einer Stunde Verspätung gestartet, schreibt die andalusische Zeitung "Diario Sur".  Die Maschine landete dementsprechend mit Verspätung an der Costa del Sol im Süden Spaniens. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben von Ryanair bereits am Montag.

Ein anderer Passagier filmte die Szene mit seinem Smartphone. Auf dem Video ist zu sehen, wie ein Mann mit seiner Tasche auf den Flugzeugflügel steigt und sich auf dessen Kante setzt. Im Hintergrund ist das Gelächter der anderen Passagiere zu hören. Ein Spanier ruft: "Der geht tatsächlich, der geht!"

Laut der britischen Boulevardzeitung "Daily Mail"  habe der Mann zuvor zu einem anderen Passagier gesagt, er leide unter Asthma und brauche Luft. "Ich habe gesehen, wie er während des Flugs mehrmals seinen Inhalator benutzte", sagte der Fluggast, der nach eigenen Angaben während des Flugs neben ihm saß. "Wenn du 30 Minuten lang in einem Flugzeug festgehalten wirst und gesundheitliche Probleme hast, dann musst du etwas tun."

Also habe der Mann beschlossen, das Flugzeug durch den Notausgang zu verlassen. Das Bodenpersonal überzeugte ihn nach einer Weile, wieder ins Flugzeug zu steigen. Dort sei er vom Kapitän und der Besatzung befragt worden. Der Nachrichtenagentur AFP zufolge habe der Mann ihm gesagt, das Warten habe ihm "eindeutig zu lange gedauert". Während des Prozederes durften die übrigen Passagiere das Flugzeug für weitere 15 Minuten nicht verlassen.

Der ungeduldige Passagier wurde daraufhin laut Ryanair von der Guardia Civil vorübergehend festgenommen. Ihm wird Verstoß gegen das Gesetz zur Flugsicherheit vorgeworfen - er muss nun mit einer Strafe rechnen.

kry/dpa/AFP
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