San Francisco Highway stürzt nach Lastwagenbrand ein

Die Reparatur dürfte Monate dauern: Nach dem Unfall eines Tanklastzuges stürzten Teile einer Brückenauffahrt zwischen Oakland und San Francisco ein. Pendler müssen mit chaotischen Zuständen rechnen – täglich verkehren 75.000 Fahrzeuge auf der Strecke.


Oakland/USA - Nach dem Einsturz einer Autobahnauffahrt in der Nähe der Brücke zwischen San Francisco und Oakland müssen sich Pendler in der Region in den kommenden Wochen auf chaotische Verhältnisse einstellen. Das eingestürzte Teilstück wurde täglich von fast 75.000 Fahrzeugen passiert, weil an der als "MacArthur Maze" bekannten Stelle aber drei Autobahnen zusammenlaufen, könnten Hunderttausende Menschen betroffen sein. Bereits gestern führte die Sperrung bei vergleichsweise geringem Verkehr zu Staus und einer Verdopplung der Fahrtzeit.

Im öffentlichen Nahverkehr sollten zusätzliche Züge eingesetzt werden. Gouverneur Arnold Schwarzenegger erklärte für San Francisco den Notstand - und gab Geld frei, damit Pendler heute Fähren, Busse und Bahnen kostenlos nutzen konnten. Die Kosten für die Reparatur der Fahrbahn belaufen sich voraussichtlich auf Dutzende Millionen Dollar. Der Staat bemühe sich um Katastrophenhilfe des Bundes, erklärte der Direktor der kalifornischen Verkehrsbehörde, Will Kempton.

Ein brennender Tanklastzug mit einer Ladung von knapp 40.000 Litern Benzin hatte die Fahrbahn an der Auffahrt zur Interstate 880 am frühen Sonntagmorgen zum Einstürzen gebracht. Die Hitze war so groß, dass Teile der 15 Meter hoch gelegenen Fahrbahn schmolzen. Der 51-jährige Fahrer des umgestürzten Lkw konnte kurz vor dem Einsturz entkommen - er erlitt Verbrennungen zweiten Grades. Andere Verletzte gab es wie durch ein Wunder nicht. Laut der Zeitung "Los Angeles Times" ergaben erste Nachforschungen, dass der Fahrer mit zu hoher Geschwindigkeit die Leitplanke rammte.

Die Flammen schlugen nach Augenzeugenberichten bis zu 60 Meter hoch. Nach Behördenangaben könnte es Monate dauern, bis das Teilstück der viel befahrenen Strecke wieder repariert ist. Es wäre die massivste Verkehrsbehinderung in der Region seit dem Erdbeben von 1989, als ein Teil der Bay Bridge beschädigt wurde.

sto/AP



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