Schäden an Autobahnen Urlauber müssen mit Verkehrsbehinderungen rechnen

Risse in den Straßen, Fahrverbote für größere Vehikel: Urlauber, die mit dem Auto in den Abruzzen unterwegs sind, müssen wegen des Erdbebens mit starken Einschränkungen rechnen. Auch Autobahnen sind betroffen.


München - Urlauber in der Region Abruzzen müssen nach dem Erdbeben vom Montagmorgen mit einer Reihe von Behinderungen rechnen. Das betrifft vor allem Autofahrer. Nach Angaben des ADAC in München ist die Autobahn A24 von Rom - L'Aquila in beide Richtungen teilweise gesperrt. Das gilt auch für die A25 Rom - Pescara in Richtung Pescara zwischen Pratola und Bussi-Popoli. Außerdem gibt es Risse auf zahlreichen Straßen der Region rund 90 Kilometer nordöstlich von Rom.

Ein Fahrverbot wurde dem Autoclub zufolge auf beiden Autobahnen für Lastwagen über 7,5 Tonnen ausgesprochen. Ausgenommen sind Rettungsfahrzeuge und Laster mit Hilfsgütern. Auch beim Bahnverkehr sind Behinderungen nicht ausgeschlossen. Das gilt laut ADAC vor allem für die regionalen Verbindungen.

Urlauber, die in den kommenden Tagen aus Deutschland nach Italien reisen wollen, müssten wegen der aktuellen Einschränkungen darauf nicht verzichten, sagte Rainer Hillgärtner vom Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart. "Das ist kein Grund, nicht zu fahren." Zahlreiche wichtige Urlaubsregionen wie das Piemont, Venezien, Ligurien oder die Toskana erreichen Touristen aus dem Norden weiterhin problemlos.

"Die Abruzzen sind kein Haupturlaubsziel", sagte Hillgärtner. "Und die A24 ist vor allem als Verbindung zwischen beiden Küsten wichtig." Hinzu komme, dass viele aktuelle Straßensperrungen in der kommenden Osterwoche möglicherweise längst wieder aufgehoben seien.

Die Behinderungen durch die Folgen des schweren Erdbebens sollten allerdings Urlauber einkalkulieren, die mit dem Auto nach Süditalien reisen wollen. Generell und in diesem Fall noch mehr gelte der Ratschlag, nicht samstags, sondern an einem Werktag in den Urlaub zu starten. In der Osterwoche dürfte dem ACE zufolge der Gründonnerstag der erste Hauptreisetag sein.

Ein schweres Erdbeben hatte Mittelitalien am Montagmorgen erschüttert und zum Teil schwere Schäden verursacht. Auch touristische Sehenswürdigkeiten sind davon betroffen, beispielsweise die Kathedrale von L'Aquila, wie der ADAC mitteilt. Die Hauptstadt der Region Abruzzen mit heute rund 70.000 Einwohnern wurde bereits im 13. Jahrhundert von Friedrich II., dem in Italien lebenden Stauferkaiser, gegründet.

sto/tmn



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