Schiffsneubau "Aida Sol" hat Emspassage in die Nordsee geschafft

Die Meyer Werft in Papenburg hat einen weiteren Ozeanriesen in die Nordsee entlassen. Die 252 Meter lange "Aida Sol" meisterte alle Nadelöhre während der Emsüberführung - im Rückwärtsgang und unter Beobachtung von Tausenden Schiffsspottern.

DPA

Papenburg - Das Kreuzfahrtschiff "Aida Sol" hat am Freitag seine erste Reise auf der Ems absolviert - in 9,5 Stunden schneller als geplant. Das 252 Meter lange und 32 Meter breite Schiff habe bis zum Nachmittag plangemäß die engen Stellen wie die Papenburger Dockschleuse und die Jann-Berghaus-Brücke in Leer passiert, sagte ein Werftsprecher.

Um 15 Uhr wurde auch das Emssperrwerk bei Gandersum durchfahren. Der nachlassende Wind und ein idealer Wasserpegel hätten dafür gesorgt, dass die "Sol" bereits um 16.30 Uhr in Emden angelegt habe, teilte die Reederei Aida Cruises mit. Die "Aida Sol" legt die 32 Kilometer lange Emspassage Richtung Nordsee rückwärts zurück, weil sie sich auf diese Art besser manövrieren lässt. Sie ist das 30. Kreuzfahrtschiff der Papenburger Werft.

Am Samstagmorgen soll das Clubschiff zu einer kurzen Einstellungsfahrt auf der Außenems starten. Anschließend werde die "Aida Sol" für einige Tage am Omya-Kai in Emden festmachen und dort mit Möbeln, Proviant und Hotelequipment ausgestattet. Nach weiteren technischen und nautischen Probefahrten auf der Nordsee soll das Schiff am 31. März an die Rostocker Reederei Aida Cruises übergeben und am 9. April in Kiel getauft werden.

Die 252 Meter lange und 71.300 BRZ (Bruttoraumzahl) große "Aida Sol" ist das fünfte von sieben Kreuzfahrtschiffen, die im Aida-Auftrag in Papenburg gebaut werden. Der jüngste Flottenzuwachs ist baugleich mit der im vergangenem Jahr in Dienst gestellten "Aida Blu". Auch die "Sol" ist bis zu 22 Knoten (41 km/h) schnell und bietet Platz für 2.200 Passagiere sowie 600 Besatzungsmitglieder. Die Baukosten betragen nach Reedereiangaben 352 Millionen Euro. Die folgenden Schiffe sollen in den Jahren 2012 und 2013 abgeliefert werden.

Kritik an der Emsüberführung übten die Umweltverbände BUND, Nabu und WWF. Die für die Überführung der Kreuzfahrtschiffe notwendigen Vertiefungen hätten die Verhältnisse im Fluss so sehr verschlechtert, dass dort zwischen Mai und Oktober kaum Fische leben könnten.

abl/dpa



insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
Gebetsmühle 11.03.2011
1. ...
Zitat von sysopDie Meyer Werft in Papenburg hat einen weiteren Ozeanriesen in die Nordsee entlassen. Die 252 Meter lange "Aida Sol" meisterte alle Nadelöhre während der Emsüberführung - im Rückwärtsgang und unter Beobachtung von Tausenden Schiffsspottern. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,750381,00.html
da hat der steuerzahler wieder kräftig mitgeholfen.
Baikal 11.03.2011
2. Und dafür gesorgt, dass..
Zitat von Gebetsmühleda hat der steuerzahler wieder kräftig mitgeholfen.
.. rund 4500 Beschäftigte Steuern zahlen können und in Papenburg sowie im Toppiland der Ostfriesen das Licht nicht ausgeht. Schön, wenn alle Staatsmillionen so gut angelegt worden wären statt nun die Reichen in Irland, Griechenland und all den anderen von den Banken ausgeplünderten Ländern retten zu "müssen".
PepeO 11.03.2011
3. BlaBla
Zitat von Gebetsmühleda hat der steuerzahler wieder kräftig mitgeholfen.
Jaaaa, der arme Steuerzahler... Dabei sollten sich die Staatsausgaben doch auf Verteidigung, Sicherung der Außengrenzen und die Überwachung der Bevölkerung beschränken. Ausgaben in anderen Sektoren sind überflüssig und Verschwendung von Steuergeldern, selbst wenn es die Infrastruktur fördert und die Menschen und Unternehmen in der Region wirtschaftlich unterstützt.
sabbajohne 11.03.2011
4. Bitte auch bei Bildbeschreibungen die Rechtschreibung beibehalten.....
"Schock für Autofahrer: Bei Leer fahren die Schiff über den Emtunnel der Autobahn 31-" Liest denn da keiner mehr Korrektur?
AndyDaWiz 11.03.2011
5. Spende fuer die Friesen
Zitat von Baikal.. rund 4500 Beschäftigte Steuern zahlen können und in Papenburg sowie im Toppiland der Ostfriesen das Licht nicht ausgeht. Schön, wenn alle Staatsmillionen so gut angelegt worden wären statt nun die Reichen in Irland, Griechenland und all den anderen von den Banken ausgeplünderten Ländern retten zu "müssen".
Es gab noch mehr Spender - Unternehmen bundesweit, deren Rechnungen nur teilweise bezahlt wurden... SO siehts aus.
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