Schneefälle Tausende saßen auf Pariser Flughafen fest

Der Wintereinbruch brachte den Betrieb des Pariser Großflughafens ins Stocken: In der Nacht strandeten Tausende Passagiere in der französischen Hauptstadt. Air France musste am Montag 150 Flüge streichen, Fluggäste saßen stundenlang in wartenden Maschinen fest.


Paris - In der französischen Hauptstadt Paris haben am Montagabend Tausende Passagiere wegen Schneefällen am Flughafen Roissy-Charles-de-Gaulle festgesessen. Allein Air France musste für die Nacht zum Dienstag für rund 3000 Fluggäste eine Hotelübernachtung organisieren, wie das Unternehmen mitteilte.

Von 400 Air-France-Flügen mussten am Montag demnach 150 gestrichen werden, darunter auch mehrere Langstreckenverbindungen. Am Dienstagmorgen normalisierte sich die Lage wieder. Es habe in der Nacht nicht geschneit, erklärte die Betreibergesellschaft der Pariser Flughäfen. Die Ankünfte und Abflüge würden planmäßig verlaufen. Auch am zweitgrößten Pariser Flughafen Orly gab es keine Probleme.

Unter den Passagieren am Flughafen Charles-de-Gaulle hatte sich am Montagabend Unmut breitgemacht. Ein etwa 30-jähriger Mann musste mit seiner schwangeren Frau und seinem dreijährigen Sohn nach eigenen Angaben vier Stunden im Flugzeug ausharren, bevor Air France den Passagieren mitteilte, dass der Flug nach Korea gestrichen sei und alle wieder aussteigen müssten.

Die Fluggesellschaft habe "trockenes Brot und Wasser" verteilt, sagte der Mann. "Weil wir keine andere Lösung gefunden haben, muss jetzt mein Vater 300 Kilometer weit aus der Normandie kommen und uns abholen." Eine Französin nannte die Organisation "eine Schande". Air France habe den Fluggästen eine Telefonnummer gegeben, unter der sie sich informieren sollten, aber die Nummer sei ständig besetzt.

Ein Mitarbeiter der französischen Übersee-Fluggesellschaft Air Austral schimpfte über den Flughafenbetreiber Aéroports de Paris: "Kaum liegt ein Zentimeter Schnee, sind alle überfordert!", sagte er der Tageszeitung "Le Parisien" vom Dienstag.

abl/AFP



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