Schwache Wirtschaft Passagiere fliegen seltener Erste Klasse

Weniger Geschäftreisen, weniger Erste-Klasse-Passagiere: In Europa und den USA ist die Zahl der Premium-Fluggäste stark gesunken. Die schwache US-Wirtschaft und das frühe Osterfest sollen Gründe sein.


New York - In Europa sind im März rund ein Sechstel weniger zahlungskräftige Fluggäste unterwegs gewesen als vor Jahresfrist. Insgesamt sei die Zahl der Passagiere in der Ersten Klasse und der Business Class auf internationalen Langstrecken im März so stark gesunken wie seit 2003 nicht mehr, teilte der internationale Luftfahrtverband IATA am Mittwoch mit.

Gründe dafür seien der deutliche Rückgang von Geschäftsaktivitäten im Finanzsektor und die schwache US-Wirtschaft. In Europa seien im März 17,1 Prozent weniger Fluggäste in der "Premium"-Klasse unterwegs gewesen als vor Jahresfrist. Innerhalb Nordamerikas seien es 8,5 Prozent weniger gewesen.

Weltweit habe der Rückgang indes "nur" 3,9 Prozent betragen, da es auf anderen Strecken starke Zuwächse gegeben habe. So sei die Zahl der Fluggäste auf den besseren Plätzen zwischen Afrika und dem Nahen Osten um 18,5 Prozent gestiegen, zwischen Europa und dem Nahen Osten habe der Zuwachs 7,9 Prozent und zwischen dem Nahen Osten und dem Fernen Osten 16,8 Prozent betragen.

Zu dem deutlichen Rückgang habe auch das Osterfest beigetragen, das in diesem Jahr früh gewesen sei. Aber auch ohne diesen Effekt hätte der Gesamtrückgang zwischen einem und zwei Prozent gelegen, erklärte die IATA.

abl/Reuters



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.