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Genfer Flughafen: Terminal zum Zusammenfalten

Foto: TMT

Schweiz Flughafen nimmt erstes mobiles Terminal in Betrieb

Jede Wintersaison wieder kämpft der Genfer Flughafen mit einem Ansturm von Skiurlaubern. Zur Entlastung steht nun eine zeltähnliche Konstruktion bereit - das erste schnell auf- und abbaubare Terminal der Welt.

Eine Woche zum Aufbau, eine Woche zum Abbau: Wann immer auf einem Flughafen ein Kapazitätsengpass entsteht, können bald mobile Terminals eingesetzt werden. Das Erste solcher zeltähnliche Konstruktionen mit Check-in-Schaltern und -Automaten ist seit drei Wochen auf dem Internationalen Flughafen Genf in Betrieb. Dort ist die Infrastruktur regelmäßig im Winter mit Skiurlaubern überlastet.

"Das Terminal kann nicht nur bei einem erhöhten Ansturm von Passagieren eingesetzt werden", sagte der Chef der österreichischen Firma TMT , Thomas Melcher, "es kann außerdem Flughäfen als Reserve dienen, wenn Gebäude bei Naturkatastrophen beschädigt wurden, oder wenn größere Sportereignisse in der Umgebung stattfinden." Der Direktor des Flughafens, Robert Deillon, kündigte an, dass das Zelt-Terminal den Winter hindurch eingesetzt werden soll und später während Erweiterungsarbeiten: "Wir haben seit Jahren nach so etwas gesucht."

Die 310 Quadratmeter große Halle ist mit genügend Geräten ausgestattet, um bis zu 200 Passagiere innerhalb von zwei Stunden abfertigen zu können. Das entspricht in etwa den Sitzplätzen von Flugzeugen des Typs Airbus 320 oder Boeing 737. Das mobile Terminal ist modular aufgebaut: In der Basisversion besteht es aus einer Abflugs- und einer Ankunftseinheit, kann aber beliebig erweitert werden.

abl/Reuters