Sicherheitspanne am Münchner Flughafen Verirrter Passagier löst Alarm aus

Eine Sicherheitspanne am Münchner Airport hatte erst vor zwei Wochen den Flugverkehr lahmgelegt. Nun verirrte sich schon wieder ein Passagier. Ein Terminal musste zeitweise geräumt werden.

Flughafen München (Symbolfoto)
REUTERS

Flughafen München (Symbolfoto)


Reisende am Münchner Flughafen müssen sich auf Verspätungen im Laufe des Tages einstellen. Grund dafür ist eine Sicherheitspanne. Ein Mann war morgens unkontrolliert in den Sicherheitsbereich gelangt, woraufhin die Polizei Teile des Terminal 1 räumte. Mehrere Abflüge wurden gestoppt.

Der Mann sei durch eine alarmgesicherte Tür gegangen und nicht wie erforderlich durch die Sicherheitskontrolle, teilte die Bundespolizei mit. Alle Passagiere mussten noch einmal kontrolliert werden.

Betroffen von der rund einstündigen Sperrung waren zwei Bereiche des Terminal 1 an Deutschlands zweitgrößtem Airport: die Module B und C. Wie viele Flüge mit Verspätung abgehoben sind, konnte eine Sprecherin des Flughafens nicht sagen. Aufgrund der vorübergehenden Sperrung könne es jedoch noch zu Verzögerungen kommen, heißt es in einem Tweet des Flughafens.

Nicht die erste Sicherheitspanne dieser Art

Ob der unkontrollierte Mann gefunden wurde, war unklar. Inzwischen twitterte die Bundespolizei: "Wir haben die betroffenen Bereiche wieder für den Betrieb freigegeben."

In den vergangenen Monaten war es bereits zu ähnlichen Vorfällen gekommen. Erst vor zwei Wochen war ein Fluggast am Münchner Flughafen vor der Einreisekontrolle durch eine Notausgangstür in einen Bereich gelangt, in den nur kontrollierte Passagiere dürfen. Der Spanier war aus Thailand nach München geflogen und wollte in München in ein Flugzeug nach Madrid umsteigen. Wie sich später laut Bundespolizei herausstellte, hatte er keine böse Absichten.

Großes Chaos war zu Beginn der Sommerferien im vergangen Jahr an dem internationalen Drehkreuz ausgebrochen, als eine Frau unkontrolliert in den Sicherheitsbereich gelangte. Die Bundespolizei stoppte die Abfertigung am Terminal 2. Mehr als 300 Flüge fielen aus. Mehr als 30.000 Passagiere waren ein ganzes Wochenende über betroffen.

jus/dpa



insgesamt 22 Beiträge
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stolte-privat 13.09.2019
1. Sicherheitslücke
Wie kann es überhaupt passieren, das jemand sich ungehindert Zugang dort verschafft?
Prokrastes 13.09.2019
2. Könnte es sein
... daß die an diesem Flughafen einfach zu doof sind, einen sicheren Sicherheitsbereich zu betreiben? In einen Sicherheitsbereich kann man nicht einfach so hineinwandern, nicht mit Absicht, und erst recht nicht versehentlich. Das ist das Funktionsprinzip eines Sicherheitsbereichs. Und das wird konstruktiv durch entsprechende Barrieren, Sperranlagen etc. und organisatorisch durch Wachpersonal sichergestellt. Versucht MUC, die sonst nur in Berlin anzutreffende generelle und flächendeckende Inkompetenz zu überbieten?
r.pfeilsticker 13.09.2019
3. Unverständnis
Natürlich muss es Not-Türen und Feuer-Schleusen geben, die man/jeder öffnen kann. Aber dass es so wenig Personal gibt, dass man jemand, der so eine Tür öffnet, nicht sofort abfischen kann verstehe ich nicht. Denn es bedeutet, dass ich auch als Selbstmordattentäter problemlos in den Sicherheitsbereich komme. Klar löse ich Alarm aus, aber wenn ich dann noch jede Menge Zeit habe, bis ich aufgegriffen werde, ist das ja völlig egal für meinen Plan:-(
karlo1952 13.09.2019
4. Das ist jetzt, meines Wissens,
schon der 3. Vorfall innerhalb kurzer Zeit. Vielleicht sollten die Verantwortlichen mal überlegen, ob die Laufwege für die Passagiere nicht einfacher gestaltet werden können. Die Wege bei der Flugankunft zur Gepäckausgabe gleichen in den meisten Fällen einem Labyrinth. Da wundert's nur, dass das nicht noch öfters aus Versehen passiert.
comfortzone 13.09.2019
5. Wieso immer München?
Die sollten in München mal langsam überlegen, den für die Sicherheit zuständigen Dienstleister zu wechseln. Ich reise oft über München. Die bei der Kontrolle eingesetzten Mitarbeiter wirken oft abgelenkt, kleines "Schwätzchen unter Kollegen" und so - und schwupp ist wieder einer durchgerutscht. Der Schaden für Passagiere und Fluggesellschaften ist dann jeweils riesig - ganz abgesehen von dem Imageschaden für den Airportbetreiber.
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