Palmen, Party, Berggipfel Die besten Reisetipps für Silvester

Sie haben Silvester noch nichts vor? Dann fahren Sie doch weg! Party in Paris, Ruhe auf Sylt - oder etwas ganz Exotisches: unsere Empfehlungen für Ihren Jahreswechsel.

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Am Jahresende verreisen und das neue Jahr an einem anderen Ort beginnen - für viele das schönste Silvesterszenario. Einmal auf den Raclettekäse zu Hause verzichten. Und etwas Neues erleben.

Aber wo? Egal ob Sie Lust auf eine wilde Partynacht haben oder sich wünschen, allein auf einem Berggipfel zu stehen - hier kommen Tipps für alle Reiselustigen:

New York, Prag, Paris: Die besten Silvesterpartys

Sie wollen Party, Krach und Feuerwerk? Dann nichts wie los in Ihre Lieblingsstadt! Mit "Bonne année"-Wünschen liegen sich auf den Pariser Boulevards um Mitternacht Freunde und Fremde in den Armen. Die Lasershow am Eiffelturm und das Feuerwerk am Triumphbogen locken Tausende auf die Straßen, besonders auf der breiten Prachtstraße Champs-Élysées wird kräftig gefeiert. Eine schöne Aussicht hat man auch von den Treppen der weißen Basilika Sacré-Coeur, das Wahrzeichen des Montmartre-Viertels.

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Sydney, Amrum, Berghütte: Wo Silvester am schönsten ist

Silvestertrubel gibt es auch im Hamburger Hafen. Um null Uhr ertönen die Signalhörner aller Schiffe, danach tauchen Raketen Elbe und Landungsbrücken in buntes Licht. Für Verpflegung mit Bratwürsten oder Fischbrötchen sorgen die vielen Buden auf der Hafenmeile. Die besten Logenplätze mit Blick auf das Feuerwerk hat man am Stintfang oberhalb der U-Bahn-Station Landungsbrücken oder am Kehrwiedersteg in der Speicherstadt.

Auch Wien ist ideal für alle, die gerne tanzen oder neue Gesellschaft zum Anstoßen suchen. Zwischen Stephansdom und Rathausplatz erstreckt sich die Partymeile namens "Silvesterpfad", auf der sich zwölf Bühnen aneinanderreihen. Pünktlich um zwölf beginnt nicht nur das Feuerwerk, die Altstadt verwandelt sich auch in einen riesigen Ballsaal. Damit jeder das Tanzbein schwingen kann, werden sogar Walzer-Crashkurse für Einsteiger angeboten.

Feuerwerkfans zieht es nach Dubai. Am Wolkenkratzer Burj Khalifa, am Wasser über der Palm Jumeirah und beim Luxushotel Burj al Arab wird jährlich ein gigantisches Spektakel mit Lasershow und Videoelementen inszeniert. Zum Jahreswechsel 2013/14 erhellten 479.651 Raketen den Nachthimmel in nur sechs Minuten - Weltrekord! Mehr als 200 Techniker hatten an 400 Orten an einer Lichtchoreografie gearbeitet, die rund 4,4 Millionen Euro kostete.

Auch Sydney bietet einen Superlativ: eins der längsten Feuerwerke der Welt - und das vor der Kulisse des berühmten Opernhauses. Rund fünfzehn Minuten dauert das Farbspektakel an der Sydney-Harbour-Brücke, das von Musik begleitet wird. Die Königsdisziplin besteht darin, einen guten Aussichtspunkt zu ergattern. Die Website der Stadt gibt Tipps zu den besten Vantage Points.

Silvester in Krakau - die Mutter aller Partynächte

Keine Lust auf die bekanntesten Städte zum Reinfeiern? Dann auf zu den Schotten! Gleich drei Tage lang dauert das Hogmanay-Festival in Edinburgh, das mit einem Fackelzug am 30. Dezember eröffnet wird. Warm tanzen kann man sich zum Jahreswechsel bei der Musik von Livebands auf den Straßen der Stadt, von Indierock bis zum Volkstanz Ceilidh. Das gewaltige Feuerwerk oberhalb des Schlosses auf dem alten Vulkanfelsen bewundert man am besten in den Gärten der Princes Street.

Auch im polnischen Krakau wird groß gefeiert, nicht umsonst nennt man hier Silvester auch "die Mutter aller Partynächte". Ab 19 Uhr startet am mittelalterlichen Marktplatz, dem Rynek Gówny, eine Show mit Live-Auftritten. Wer draußen friert, wechselt nach Mitternacht in die Kneipen und Klubs der ehemaligen Zigarrenfabrik Tytano.

Stadtbummel, aber bitte ohne Böller

Frei vom Feuerwerksfeinstaub bleiben viele Altstädte in Deutschland: Celle, Düsseldorf, Goslar, Konstanz, Quedlinburg, Tübingen oder Weimar. Dort ist das private Böllern meist aus Brandschutzgründen verboten oder nur eingeschränkt erlaubt.

Ohne ein Heulen und Zischen zwischen den Füßen lässt es sich auch durch die italienische Lagunenstadt Venedig flanieren - durch mit Lichterketten geschmückte Gassen, vorbei an Lingeriegeschäften voller roter Slips und BHs, die zum Jahreswechsel Glück und Liebe versprechen.

Romantisch wird es auch beim Mitternachtskuss auf dem Markusplatz. Um null Uhr gibt es dort ein großes Feuerwerk, und Paare küssen sich nach den zwölf Glockenschlägen des Campanile. Sie haben Hunger? Unbedingt an Silvester Cottechino probieren: Schweinsfuß auf Linsen. Letztere waren bereits im alten Rom ein Symbol für Geld und Überfluss.

Bloß keinen Trubel? Silvester auf Inseln, Hütten, Bauernhöfen

Schon aus Rücksicht auf die vielen Reetdachhäuser ist zum Beispiel privates Feuerwerk auf Nordseeinseln wie Amrum, Föhr oder Sylt verboten oder nur eingeschränkt erlaubt. Bunte Lichterspektakel kann man trotzdem bewundern, etwa auf Sylt bei der Lasershow vor dem Wenningstedter Kliff oder beim professionell organisierten Feuerwerk am Hörnumer Hafen.

Auf Föhr darf am Wyker Hafenstrand auch selbst geböllert werden. Hundebesitzer schätzen den Jahreswechsel auf Amrum im nordfriesischen Wattenmeer, dort blinken im Zweifelsfall nur die Sterne am Himmel. Feuerwerk ist tabu.

Wer den Jahreswechsel auf einer einsamen Hütte in den Alpen feiern will, sollte sich schon frühzeitig nach geeigneten Unterkünften umsehen, zum Beispiel beim Deutschen Alpenverein oder auf Hütten.com.

Knallerfrei bleiben auch Bauern- oder Reiterhöfe in der Lüneburger Heide, Naturschutzgebiete wie der Nationalpark Harz oder Wellnesshotels wie das Kranzbach am Fuße der Zugspitze.

Unvergesslich ist Silvester im hohen Norden - zum Beispiel auf Island, in Schwedisch-Lappland oder auf den Lofoten in Norwegen. Dort wartet Polarlicht statt künstlichem Feuerwerk.

Hauptsache warm: Mantas auf den Malediven.

Silvestermuffel tauchen am besten ganz ab - in wärmere Regionen. Dort, wo man das neue Jahr auch bei einem Strandbarbecue in Badelatschen unter Sternenhimmel feiern kann. Abschalten und Kräfte fürs neue Jahr tanken kann man je nach Urlaubsbudget an vielen Orten. Für Taucher und Schnorchler sind zum Beispiel die Malediven attraktiv - mit großen Meeresbewohnern wie Hammerhaien oder Mantas.

Auch das karibische Belize Barrier Reef mit seinem Great Blue Hole gehört zu einem der besten Tauchreviere der Welt. Ein paar Flugstunden näher dran ist das ägyptische Tauchrevier im Ras-Mohammed-Nationalpark an der Südspitze der Sinai-Halbinsel.

Einige Flugstunden näher - und noch in Europa - liegen sommerlich-milde Destinationen wie die Kanaren, Zypern oder die Blumeninsel Madeira. Auch hier gibt es Ende Dezember Sonne - und herrlich leere Wanderwege.

Während es auf Zypern vergleichsweise ruhig ist, beginnt Madeira den Jahreswechsel mit einem gigantischen Feuerwerk in der Bucht von Funchal. In den noch weihnachtlich geschmückten Straßen der Altstadt wird mit Livemusik gefeiert. Zur Silvesterfeier 2006/07 errang die portugiesische Insel sogar den Titel "Größtes pyrotechnisches Spektakel der Welt" im Guinness-Buch der Rekorde.

beh

insgesamt 22 Beiträge
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Seite 1
fatherted98 19.12.2018
1. zu Sylvester....
...wird es überall teuer. Und feiern wollen ja die meisten. Ich bevorzuge ab 20.00 Uhr die Rollläden runter zulassen....ab 0.00 mal für eine halbe Stunde Feuerwerk schauen aber nicht rausgehen (weil zu gefährlich...zu viele scharfe Waffen unterwegs) und dann um 01.00 Uhr ins Bett. Eine Alternative wäre Dauerregen....dann bleiben aber die ganzen Böller liegen und am nächsten Tag geht das böllern weiter. Also....Augen zu und durch.
PaulWalker 19.12.2018
2. Silvesterkurztripp um die Welt, ehrlich Leute?
Kurz nach dem Klimagipfel in Polen gleich mal für 5 Tage um die Welt jetten, geil! Ehrlich Leute (wer auch immer das Autorenteam ist), dafür müsst ihr ja vorher wirklcih sehr viel Gehirnschmalz abgelegt haben. Warum nicht Island und Dubai oder nein gleich Sydney für einen Silvestertripp! Fick den Planeten, Spaß muss sein! Aber es genügt nicht sich diesen dämlichen Traum mit dem Spiegelgehalt selbst zu verwirklichen, nein man muss auch alle anderen auf diese geile Idee bringen. Ihr seid so herrlich!
heineborel81 19.12.2018
3.
An anderer Stelle warnt Der Spiegel eindringlich vor den Folgen des Klimawandels und kritisiert fehlende Handlungsbereitschaft in Politik und Gesellschaft. In diesem Artikel macht man mal eben den Silvesterkurztrip nach Australien, Dubai, in die USA oder in die Karibik schmackhaft. Zum Feuerwerk gucken. Dass so eine Flugreise (pro Person!) mal eben genauso viel CO2 rausbläßt wie ein Mittelklassewagen im durchschnittlichen Jahresverbrauch interessiert sprichwörtlich mal wieder keine Sau. Prost Neujahr.
Jesus-Maria-und-Josef 19.12.2018
4.
Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen. Dieser Artikel ist (auch wenn vielleicht schnell wieder vergessen weil eh nur als Lueckenfueller gedacht) ein Armutszeugnis fuer ihre Nachrichtenplatform, angesichts der bekannten Klimaproblematik massgeblich angeheizt durch inhaltsleere Billigfliegerei. Hinterfragen Sie eigentlich ueberhaupt noch selbst was Sie da schreiben ?
jpphdec 19.12.2018
5. Was besseres ist nicht eingefallen?
Wünsche viel Spaß bei dem Versuch in Paris über Silvester ein bezahlbares Hotelzimmer zu finden und Edinburgh ist als Partystadt natürlich ein absoluter Geheimtip...
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