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27. August 2013, 12:56 Uhr

Afrika

Simbabwe plant Vergnügungspark nahe der Victoria-Fälle

Die tosenden Wassermassen der berühmten Victoria-Fälle sind gewaltig - aber aus Sicht von Simbabwes Tourismusminister nicht unterhaltsam genug. Er will in der Nähe Hotels, Casinos, einen Themenpark und Einkaufszentren bauen. Entstehen soll eine Art "afrikanisches Disneyland".

Hamburg - Ein schrill bebautes Stück Land von 1200 Hektar Größe könnte bald den Victoria-Fällen Konkurrenz machen - das wünscht sich zumindest Walter Mzembi, der Tourismusminister von Simbabwe. In Planung sei eine Art "afrikanisches Disneyland", sagte er am Rande der diesjährigen Generalversammlung der Welttourismusorganisation UNWTO, die derzeit im simbabwischen Victoria Falls und im sambischen Livingstone stattfindet.

Es handele sich um ein Großprojekt, das rund 300 Millionen US-Dollar (224 Millionen Euro) kosten soll, sagte Mzembi der simbabwischen Nachrichtenagentur New Ziana. Es sollen Hotels, Einkaufszentren, Casinos und Unterhaltung anderer Art entstehen.

"Wir brauchen hier Entwicklung", sagte Mzembi, "Ultra-Modernes, das junge Menschen anzieht." Derzeit kämen vor allem ältere Paare, die Jüngeren seien gelangweilt von den Victoria-Fällen. "Sie kommen, um sich das Wasser anzusehen, und laufen dann davon, weil wir ihnen keine Unterhaltung bieten."

Die Victoria-Fälle sind die Top-Touristenattraktion Simbabwes. Doch Mzembi beklagt, dass die Einnahmen vor Ort nicht genug Geld in die Kassen spülten. Das berühmte Naturspektakel liegt an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe; viele Touristen kommen laut dem Minister nur für einen Tagesausflug ins Land und lassen kaum Geld in der Stadt Victoria Falls.

"Wir wollen Besuchern mehr bieten"

Das soll sich nun ändern. "Wir haben bereits Land für das Projekt reserviert und auch schon Partner für die Finanzierung gefunden", sagte Mzembi. Der Victoria-Falls-Park solle in der Nähe des Flughafens entstehen, der ebenfalls erweitert werden soll. Hierfür seien 150 Millionen US-Dollar (112 Millionen Euro) vorgesehen.

Laut New Ziana sind im simbabwischen Tourismussektor 300.000 Menschen angestellt. Die Branche verdiente 2012 rund 300 Millionen US-Dollar.

Auch die sambische Grenzstadt Livingstone kümmert sich mit neuen Attraktionen um Touristen. Erst im Juli startete dort ein Unternehmen Bustouren mit offenem Deck, die durch die Stadt, zu den Victoria-Fällen und entlang des Sambesi-Flusses führen. "Wir wollen den Tourismus hier verändern", erklärte der Veranstalter zur Eröffnung. "Wir wollen Besuchern mehr bieten."

jus

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