Singapore Airlines A380 muss mit ausgeschaltetem Triebwerk umdrehen

Ein Riesen-Airbus hat wegen Triebwerksproblemen kehrt gemacht. Nach einer Fehlermeldung schalteten die Piloten der Singapore-Airlines-Maschine eines der vier Triebwerke ab und flogen zum Startflughafen in Paris zurück.
Singapore Airlines: Der Riesen-Airbus musste wegen Triebwerksproblemen umdrehen

Singapore Airlines: Der Riesen-Airbus musste wegen Triebwerksproblemen umdrehen

Foto: VIVEK PRAKASH/ REUTERS

Singapur - Das Flugzeug der Singapore Airlines mit 444 Passagieren an Bord war am Sonntag um 12.30 Uhr in Paris gestartet. Rund zweieinhalb Stunden später habe es eine Meldung über einen Triebwerksfehler gegeben, sagte ein Sprecher von Singapore Airlines am Montag.

Das betroffene Triebwerk sei daraufhin abgeschaltet worden, die Piloten seien aus Sicherheitsgründen mit den drei verbleibenden Triebwerken zum Flughafen Roissy-Charles De Gaulle zurückgekehrt. Das Triebwerk sollte ausgetauscht werden, die gestrandeten Passagiere wurden auf andere Flüge umgebucht.

Augenzeugen berichteten, nach der Landung gegen 17.40 Uhr hätten Techniker eines der vier Triebwerke des Flugzeugs geöffnet. Zuerst seien alle Insassen an Bord geblieben. Doch das Problem sei offenbar nicht schnell zu beheben gewesen, berichtete ein Passagier der Website Parisien.fr. Die Fluggäste mussten die Nacht im Hotel verbringen.

Der A380 kann selbst mit nur einem Triebwerk fliegen. Aus Sicherheitsgründen wird beim Ausfall eines Motors aber eine Landung angestrebt. Ein Sprecher von Singapore Airlines sagte dem Sender Europe-1, das Wartungszentrum habe den Stillstand eines Triebwerks gemeldet.

Singapore Airlines war die erste Fluggesellschaft weltweit, die den Riesen-Airbus 380 in Dienst genommen hat. Er fliegt zwischen Singapur und Melbourne, Sydney, London, Tokio, Hongkong sowie Paris. Der A380 kann bis zu 853 Passagiere transportieren, Singapore Airlines entschied sich für eine Version mit maximal 471 Sitzen. Die Gesellschaft hat ihre A380 mit Trent-Triebwerken von Rollce-Royce ausgerüstet.

abl/AFP/dpa