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"Alpin" testet Tourenski: Doppelsieg für ein Modell

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Tourenski im Test Leichter durch den Schnee

Welcher Tourenski ist der beste? Die Zeitschrift "Alpin" hat 23 Modelle getestet, von klassisch bis modern. Die Testsieger punkteten beim Gewicht und bewährten sich in Sachen Verlässlichkeit.

München - Der Trend bei Skiern geht zu immer leichteren Materialien. Doch das ist nicht unbedingt ein Vorteil: Je geringer das Gewicht der Skier ist, umso mehr leidet die Fahreigenschaft. Das ist das Ergebnis eines Tests der Zeitschrift "Alpin ".

Für die November-Ausgabe haben zwölf Experten des Magazins 23 Modelle geprüft - vom klassische Tourenski mit bis zu 85 Millimetern Breite unter der Bindung bis zu modernen Varianten mit bis zu 95 Millimetern. Im Dezember soll dann eine Vorstellung von noch breiteren Modellen folgen.

Je elf beziehungsweise zwölf Ski oder Hersteller pro Kategorie bezog "Alpin" in die im aktuellen Heft veröffentlichte und im März 2014 durchgeführte Untersuchung ein. Dabei schlossen die Tester "Superleichtgewichte" aus. Die Nachteile solcher Modelle seien im Vergleich zu dem Vorteil der Leichtigkeit zu groß, hieß es zur Begründung, "angefangen bei der Stabilität über die Fahreigenschaften und die Haltbarkeit bis hin zum hohen Preis".

Breiter heißt schwerer heißt leichter fahrbar

Aber auch "normale" Tourenskimodelle werden immer leichter, schreibt das Magazin: "Je breiter der Ski, desto höher das Gewicht, je leichter der Ski, desto schmaler und schwerer fahrbar ist das Sportgerät." Jeder müsse also seinen persönlichen Kompromiss finden, sagte "Alpin"-Chefredakteur Bene Benedikt laut einer Mitteilung der Zeitschrift.

Die Tester raten im Allgemeinen zu einem Ski mit maximal 95 Millimetern Breite und einem mittleren Gewicht - das sei "der perfekte Allrounder für den 'normalen' Skitourengeher". Das Modell Wayback von K2 schnitt bei ihrer Prüfung sowohl in der klassischen Variante (circa 450 Euro) als auch in der modernen Version (circa 530 Euro) am besten ab. Die getesteten Ski waren im Vergleich zu ihren Vorgänger-Modellen deutlich leichter, aber ebenso stabil und verlässlich.

Als "Allroundtipp" (bis 85 Millimeter) empfiehlt "Alpin" in der klassischen Variante das Modell Inuk von Völkl (circa 550 Euro). Dieser Ski eigne sich für 80 Prozent der typischen Tourenbedingungen. Bei den modernen Tourenskiern (bis 95 Millimeter) setzt die Redaktion auf den Atomic Backland Drifter als Allrounder (circa 560 Euro). Das Modell sei zwar etwas schwerer, man bekomme aber einen "bissigen und stabilen" Ski, "der sich in jedem Gelände wohlfühlt".

Abzug für bedingte Eignung

Als leichtere Modelle punkten bei den getesteten klassischen Tourenski der Transalp von Fischer (circa 700 Euro) und bei den modernen Tourenski der Aspect Carbon von Black Diamond (circa 600 Euro) - wobei vor allem letzterer sich auf Eis etwas schwertut, urteilt "Alpin". Dennoch zeichnete die Redaktion beide als "Gewichtstipp" aus.

Nicht überzeugt in der Kategorie der klassischen Tourenski hat das Modell Elan von Alaska Pro (circa 630 Euro), das wie der Istas von Nordica (449 Euro) lediglich die Note ausreichend erhielt. Im Vergleich mit anderen Modellen im Test konnten diese Angebote die "Alpin"-Skifahrer nur bedingt überzeugen.

Bei den modernen, breiteren Varianten schnitten der Transalp von Fischer (circa 550 Euro), der Response von Movement (circa 600 Euro) sowie der Supernatural Light von Line Ski (circa 600 Euro) mit "Befriedigend" am schlechtesten ab. Sie eigneten sich beispielsweise nicht für jedes Gelände, jeden Schnee oder jeden Anlass - oder waren für alle nicht so gut geeignet wie andere Modelle.

emt/dpa
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