Skurriler Zwischenstopp Pilot zahlt Flughafengebühren selbst

Keine Starterlaubnis bekam ein Flieger zur Überraschung von Crew und Passagieren bei einem Tankstopp in Dakar. Grund: Erst müssten die Flughafengebühren in bar entrichtet werden. Der Pilot griff in die eigene Tasche – und in die Getränkekasse des Flugzeuges.


Cardiff - Viel Applaus von den 204 Passagieren bekam ein Pilot, der die Flugzeugbar und eigene Ersparnisse plünderte, um die Flughafengebühren in Dakar zu bezahlen. Wie die Internetseite der britischen "Times" berichtet, verlangten die Beamten am Flughafen von Dakar zwei Millionen CFA-Francs (gut 3000 Euro), bevor sie die Maschine starten ließen.

Pilot John Lawrence versuchte zunächst erfolglos, mit seiner eigenen Kreditkarte Geld abzuheben. Er griff zu seinen eigenen Ersparnissen und denen seines ersten Offiziers und löste Traveller Checks ein. Da es jedoch inzwischen dunkel war, verlangten die Offiziellen laut "Times" noch ein paar Francs extra für die Startbahnbeleuchtung.

"Beinahe wäre ich mit dem Hut durch die Kabine gegangen und hätte um Spenden gebeten", sagte Lawrence der "Times". Er plünderte schließlich die Getränkekasse des Fluges, und mit drei Stunden Verspätung konnte die Maschine Richtung Bristol starten.

Für die Passagiere waren die Unannehmlichkeiten damit nicht zu Ende – wegen der Verspätung konnte die Boeing 757 nicht am Zielflughafen landen, sondern wurde nach Cardiff umgeleitet. Von dort ging es mit dem Bus weiter nach Bristol.

Eine Sprecherin der Fluglinie sagte der "Times", die Landung in Dakar sei mehrere Tage vorher angekündigt gewesen. Es sei es nicht üblich, bar zu zahlen, da eine externe Firma für Gebührenzahlungen verantwortlich sei.

Sto



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