Gäste-Rekord Touristen helfen Spanien aus der Krise

Spaniens Wirtschaft kommt nach Jahren der Krise in Schwung - und das auch dank des Tourismus. Die Zahl der Gäste aus dem Ausland ist im Jahr 2014 bis zum 31. Oktober auf den Rekordwert von 58,3 Millionen geklettert.
Straßenleben in Madrid: Spanien hat so viele Touristen wie nie zuvor

Straßenleben in Madrid: Spanien hat so viele Touristen wie nie zuvor

Foto: Oli Scarff/ Getty Images

Madrid - Die Spanier können sich freuen. Das Land wurde jahrelang von der Wirtschaftskrise gebeutelt, doch der Tourismus bringt Geld ins Land: Spanien hat in den ersten zehn Monaten dieses Jahres mehr Touristen angelockt als je zuvor.

Die Zahl der Gäste aus dem Ausland sei bis zum 31. Oktober im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,5 Prozent auf den Rekord von 58,3 Millionen geklettert, teilte das Tourismusministerium am Freitag in Madrid mit.

Bis Jahresende werde das Land höchstwahrscheinlich eine Allzeit-Bestmarke von 63 Millionen Touristen erreichen und damit den Rekord von 2012 (60,6 Millionen) deutlich übertreffen, sagte Minister José Manuel Soria.

Die Pro-Kopf-Ausgaben der ausländischen Urlauber würden dieses Jahr nach bisher vorliegenden Zahlen zwar leicht zurückgehen, aber die Tourismus-Einnahmen des Vorjahres in Höhe von 59 Milliarden Euro werde man ebenfalls deutlich überbieten, fügte der Minister an.

Den amtlichen Angaben zufolge stammten 13,8 Millionen Spanienbesucher aus Großbritannien, 5,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Mit 9,4 Millionen (plus 6,2 Prozent) wurden die Deutschen von den Franzosen (9,5 Millionen/plus 11,8 Prozent) vom zweiten Platz verdrängt. Unter den spanischen Regionen lockte Katalonien mit 15 Millionen erneut die meisten Gäste aus dem Ausland an, gefolgt von den Balearen (11,1 Millionen) und den Kanaren (9,4 Millionen).

Nach dem Zusammenbruch des Immobilienbooms ist der Tourismus wieder zum wichtigsten Motor für die Wirtschaft des Eurolandes geworden. Spaniens Wirtschaft kommt zunehmend in Schwung: Von April bis Juni wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 1,2 Prozent.

jkö/dpa
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