Ab Freitag Sicherheitspersonal am Flughafen Madrid will unbefristet streiken

Eine Woche vor Ostern will das Sicherheitspersonal am Madrider Flughafen in den Streik treten. Reisende müssen ab Freitag mit Verzögerungen und Warteschlangen rechnen. Zu den Feiertagen droht in Spanien ein Verkehrschaos.

Flughafen Madrid: Streiks zu Ostern?
REUTERS

Flughafen Madrid: Streiks zu Ostern?


Reisende in Madrid müssen ab diesem Freitag auf dem Flughafen der spanischen Hauptstadt mit Verzögerungen und Warteschlangen rechnen. Das Sicherheitspersonal des Airports Barajas will in einen unbefristeten Streik treten, wie die zuständige Gewerkschaft ATES auf Twitter und Facebook mitteilte. Zuvor waren Verhandlungen mit dem Flughafenbetreiber Aena gescheitert.

Passagieren werde geraten, möglichst früh zum Flughafen zu kommen, da bei den Sicherheitskontrollen nur ein Mindestdienst verrichtet werde, berichteten spanische Medien. Das Personal will mit dem Ausstand unter anderem bessere Arbeits- und Vertragsbedingungen erreichen.

Zu Ostern könnte es in ganz Spanien zu einem Verkehrschaos kommen, nachdem weitere Gewerkschaften zu Streiks aufgerufen haben:

  • Die größten Sorgen bereitet der Aufruf der Gewerkschaften USO und UGT an die rund 60.000 Mitarbeiter des Bodenpersonals, die Arbeit am Ostersonntag, 21. April sowie am Mittwoch, 24. April an allen Flughäfen des Landes niederzulegen. Damit würde nach Schätzungen bis zu fünf Millionen Urlaubern aus ganz Europa zu Ostern ein Flugchaos drohen.
  • Streiken wollen auch die Piloten der Regionalfluggesellschaft Air Nostrum vom 15. bis 17. April und vom 22. bis 24. April.
  • und die Lokführer der Bahngesellschaft Renfe für 24 Stunden am 23. April.

Die spanische Regierung hat am Dienstag bereits mitgeteilt, sie wolle versuchen, die Streiks noch abzuwenden und in allen Arbeitskonflikten zu vermitteln. Man arbeite daran, dass die geplanten Ausstände noch abgesagt werden, sagte Verkehrsminister José Luis Ábalos vor Journalisten in Madrid.

Die sozialistische Regierung wolle in allen Arbeitskonflikten vermitteln, so der Minister. Ábalos wies darauf hin, dass es seit der Amtsübernahme der Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez im Juni 2018 vor allem im Verkehrssektor "sehr, sehr viele" Aufrufe zu Arbeitsniederlegungen gegeben habe. Nur die wenigsten davon seien aber tatsächlich durchgeführt worden.

abl/dpa



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