Nervige Einreise Sparzwang verlängert Wartezeiten an US-Flughäfen

Hunderte Meter winden sich die Warteschlangen an manch einem Flughafen in den USA - sie rauben Touristen schon bei der Einreise den letzten Nerv. Der Grund für die stundenlange Warterei: gekürzte Ausgaben der Regierung.
Einreise in Miami: "Warteschlangen sind länger als normal"

Einreise in Miami: "Warteschlangen sind länger als normal"

Foto: Joe Raedle/ Getty Images

New York - Wer nach New York, Chicago oder Los Angeles reisen will, muss sich am Flughafen in Geduld üben: Der Sparzwang der US-Regierung hat nun auch Auswirkungen auf Touristen und Geschäftsreisende. Die verordneten Kürzungen für Staatsbeamte verbieten Überstunden. Fluggesellschaften und Reisende beschweren sich, dass Wartezeiten von drei Stunden nicht unüblich seien.

"Es gab bisher schon an den großen Flughäfen der USA Wartezeiten von in Einzelfällen mehreren Stunden. Wir sind von offizieller Seite informiert worden, dass wir damit rechnen müssen, dass sich das noch erheblich erhöhen kann", sagt Nils Haupt von der Lufthansa. "Das ist für uns ärgerlich, weil wir uns bemühen, die Passagiere rasch ans Ziel zu bringen und dabei so gut wie möglich zu betreuen - und dann stehen sie drei Stunden in der Schlange." Die Wartereihen seien oft Hunderte Meter lang. "Einige kommen an und stehen noch am Ankunftsgate gleich in der Schlange."

Das Problem könnte erhebliche Auswirkungen auf die Tourismusindustrie haben, immerhin eine der größten Branchen der USA. Einer Umfrage unter Reisenden zufolge würden 43 Prozent Freunden empfehlen, die USA als Reiseland zu meiden - wegen der komplizierten Einreise. Zwei Drittel aller Geschäftsreisenden wollen wegen der Warterei vorerst auf weitere USA-Flüge verzichten. Jeder siebte Reisende gab an, deshalb schon einmal einen Anschlussflug verpasst zu haben.

Auch bei der Ausreise dauert es länger, nämlich an den Sicherheitskontrollen. "Ja, die Schlangen sind länger als normal", sagt ein Beamter an einem Kontrollpunkt des New Yorker Flughafens John F. Kennedy. "Wir bekommen keine Überstunden mehr bezahlt."

jus/dpa
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