Angespannte Sicherheitslage Auswärtiges Amt rät von nicht notwendigen Reisen nach Sri Lanka ab

Das Auswärtige Amt verschärft seine Reisehinweise für Sri Lanka - und rät nun von nicht notwendigen Besuchen in dem südasiatischen Inselstaat ab.

Soldat in Sri Lankas Hauptstadt Colombo: "Reisende werden dringend gebeten, öffentliche Plätze zu meiden."
Jewel SAMAD / AFP

Soldat in Sri Lankas Hauptstadt Colombo: "Reisende werden dringend gebeten, öffentliche Plätze zu meiden."


Eine Woche nach den Anschlägen auf Hotels und Kirchen in Sri Lanka ist die Sicherheitslage im Land nach wie vor höchst angespannt. Die Polizei fahndet nach weiteren mutmaßlichen Terroristen, bei einer Razzia im Osten des Landes wurden erst am Samstag 15 Tote gefunden.

Das Auswärtige Amt (AA) hat deshalb nun seine Reisehinweise für den Inselstaat in Südasien noch einmal verschärft. "Von nicht notwendigen Reisen nach Sri Lanka wird abgeraten", heißt es jetzt auf der Internetseite des Ministeriums. Zuvor hatte sich das AA bei seinen Warnungen insbesondere auf die Hauptstadt Colombo bezogen und nicht auf das gesamte Land.

Auf der Seite des AA heißt es weiter: "Reisende werden dringend gebeten, öffentliche Plätze und insbesondere die Anschlagsorte weiträumig zu meiden, die lokalen Medien zu verfolgen, engen Kontakt zu Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zu halten und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten." Der TUI-Konzern bietet Urlaubern seit Freitag die vorzeitige Rückreise an.

Auch die USA verschärften ihre Reisehinweise - das Außenministerium in Washington rät nach einer Mitteilung vom Freitag dazu, Reisepläne nach Sri Lanka zu überdenken. Das State Department ordnete zudem an, dass Angehörige von US-Regierungsmitarbeitern, die im Schulalter sind, den Inselstaat verlassen müssen. Die Abreise aller Mitarbeiter, die nicht für Notfälle benötigt werden, und ihrer Angehörigen sei genehmigt worden, hieß es.

Islamistische Selbstmordattentäter hatten sich am Ostersonntag in drei Kirchen in mehreren Städten und drei Luxushotels in Colombo in die Luft gesprengt. Einige Stunden später explodierten zwei weitere Bomben in einem Hotel und in einem Wohnhaus in Vororten Colombos. Insgesamt starben mehr als 250 Menschen.

syd/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.