Städtereisen Veranstalter ändern England-Routen wegen Randale nicht

Flammen in London, Plünderungen in Manchester - doch deutsche Pauschalurlauber scheinen sich davon nicht abschrecken zu lassen. Die großen Reiseveranstalter verzeichnen zumindest keine Stornierungen und sehen keinen Anlass, ihre England-Reisen umzulegen.


Hannover/Oberursel - Die Tage der Krawalle in London, Manchester und anderen englischen Großstädten scheinen erst mal vorbei. Dennoch ist so mancher Urlauber vielleicht besorgt über sein anstehendes Reiseziel. Die großen Veranstalter ändern allerdings ihre Städte- und Rundreisen in Großbritannien wegen der Randale nicht.

Die Krawalle änderten nichts an der Sicherheitslage, sagt Mathias Brandes, Sprecher von Thomas Cook in Oberursel. Er verweist auf das Auswärtige Amt, das Urlauber lediglich zur Vorsicht mahnt. Die Städtereisen nach London konzentrierten sich auf die Bereiche, wo die Sehenswürdigkeiten stehen - und dort sei es ruhig geblieben.

Auch bei TUI gebe es "keine Einschränkungen bei den Ausflugsprogrammen", erklärt Sprecherin Anja Braun. Schließlich sei es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auch in den Außenbezirken ruhiger geworden. In den vier Nächten zuvor wurden in mehreren Vierteln der Hauptstadt Häuser und Autos angezündet und Läden geplündert. Auch in anderen Städten wie Manchester und Birmingham gab es Krawalle. Allein in London verhaftete die Polizei 820 mutmaßliche Randalierer.

Auch Dertour hat seine Rundreisen durch Großbritannien nicht geändert. Die Touren führten vor allem durch ländliche Gebiete wie Cornwall oder Schottland, erklärt Sprecherin Antje Günther.

Die Urlauber scheinen sich von den Bildern brennender Häuser und Autos in den Nachrichten ohnehin nicht abschrecken zu lassen. "Die Stornierungsrate liegt nicht über dem normalen Maß", sagt Günther. Die Sprecher von TUI und Thomas Cook bestätigen dies. Auch habe keiner der Urlauber in London den Wunsch geäußert, früher nach Hause zurückzukehren, sagt Brandes.

abl/dpa



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