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Starbung in Bangkok: Kaffee für 50 Cent

Foto: Narong Sangnak/ dpa

Ähnliches Logo-Design Starbucks verklagt Mini-Kaffeeladen in Bangkok

Ein winziger mobiler Kaffeeladen in Bangkok hat Ärger mit Starbucks. Weil er sich bei Logo und Namen stark an dem US-Großkonzern orientiert, soll der Betreiber von "Starbung" eine hohe Strafe zahlen. Der Prozess bedroht seine Existenz.

Bangkok - Die Geschichte hat etwas von David gegen Goliath: Ein kleiner Kaffeeverkäufer in Bangkok will der mächtigen Kaffeekette Starbucks die Stirn bieten. Die Amerikaner hatten den Mann verklagt. Der Vorwurf: Sein Logo sehe dem ihren zum Verwechseln ähnlich. Das grüne Starbucks-Emblem mit der Meerjungfrau ist rechtlich geschützt.

"Ich werde kämpfen", erklärte nun der Besitzer von Starbung, Damrong Maslae. "Vielleicht verliere ich, weil Starbucks viel Geld hat, aber in den Augen meiner Kunden habe ich schon gewonnen."

Eine Ähnlichkeit mit dem Starbucks-Logo und -Namen ist nicht zu leugnen. Der 44-jährige Damrong hat den gleichen Schriftzug gewählt, aber anstelle der Meerjungfrau einen Mann mit muslimischer Kopfbedeckung abgebildet. Auch Aufkleber und Kleidungsstücke hat er schon mit diesem Logo bedruckt.

Laut Angaben der "Bangkok Post" gibt es in Thailand 171 Starbucks-Cafés. Die Chance ist eher gering, dass Kunden das wackelige Straßenwägelchen, von dem aus Damrong seinen Kaffee verkauft, mit einer schicken Filiale des US-Unternehmens verwechseln.

Trotzdem: Die Klage läuft, am 4. November ist die erste Anhörung vor Gericht. Das Unternehmen verlangt 30.000 Baht (700 Euro) Strafgeld pro Monat - eine Summe, die Damrong nicht aufbringen kann. Er verkauft seinen Kaffee nach eigenen Angaben seit 2009 und steht heute mit seinem Gefährt in einer populären Touristenstraße.

Die Tasse kostet 20 Baht (50 Cent), erheblich weniger als beim US-Vorbild. "Meine thailändischen und ausländischen Kunden unterstützen mich moralisch", sagt er. "Gestern hat mir sogar einer 1000 Baht (23 Euro) gegeben, für die Gerichtskosten."

sto/dpa
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