Starker Euro US-Reisen werden preiswerter

Der Euro zieht an und beschert US-Fans sinkende Kosten. Schon dieses Jahr registrierte der Deutsche Reisebüro und Reiseveranstalter Verband einen Trend zur Fernreise, für das nächste Jahr wollen Reiseveranstalter ihre Preise senken.

Berlin/Frankfurt - "Wir haben in diesem Jahr gemerkt, dass der günstige Dollar einen Trend zur Fernreise ausgelöst hat", sagte die Sprecherin des Branchenverbands, Sibylle Zeuch, in Berlin. Für einen US-Dollar müssen Reisende derzeit rund 77 Cent zahlen. Vor allem Nebenkosten wie Restaurantbesuche sind damit deutlich billiger als noch vor wenigen Jahren.

Nach einem Bericht des "Tagesspiegels" vom Dienstag wollen die im US-Geschäft starken Reiseveranstalter Dertour und FTI die Preise für Reisen in Länder mit Dollarwährung in der Sommersaison 2005 senken. "Die Preise purzeln noch einmal", sagte eine Sprecherin von Dertour. Der kürzlich für den Sommerkatalog kalkulierte Dollarkurs sei im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. "Alle Reisen in dollarabhängige Zielgebiete werden deshalb billiger - also auch in die Karibik sowie einige Länder in Asien und im Orient." Auch FTI gewährt 2005 Nachlässe: "Reisen nach Nordamerika werden günstiger", kündigte eine Sprecherin gegenüber dem "Tagesspiegel" an.

Zeuch sagte gegenüber der Presseagentur dpa, die durchschnittliche Höhe der Preissenkungen könne sie jedoch nicht abschätzen. Auch die Dertour-Sprecherin sagte, die Höhe der Preissenkung stehe noch nicht fest.