Stiftung Warentest prüft Schlitten Runter geht's immer

Der Berg ruft, Stiftung Warentest rodelt: Zwölf Schlittenmodelle hat die Verbraucherorganisation im Labor und auf der Rodelbahn getestet. Die Hälfte erhielt das Urteil "gut" - und einer fiel mit Lattenbruch ganz durch.

Stiftung Warentest

Berlin - Die Zeichen stehen auf Winter: Mancherorts liegt in diesen Tagen schon Schnee, und die Produkttester von Stiftung Warentest ebnen den sicheren Weg für eine gelungene Rodelpartie. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "test" stellen sie ihre Bewertung von zwölf Schlitten-, Rodel- und Bob-Modellen vor. Das Resultat: Runter geht's immer - aber nicht immer in einem Stück.

Zwar schnitten sechs der getesteten Produkte gut ab, immerhin eines aber, der Sweety Toys Innsbruck Stripe, hielt dem Belastungstest im Labor nicht stand. Der Davoser Schlitten (Note 4,8) zerbrach unter dem 75 Kilogramm schweren Sandsack, den die Tester dafür einsetzten. Auch drei weitere Modelle gingen in Teilen zu Bruch.

Bewertet wurden neben Stabilität und Sicherheit auf der Piste getestete Fahrmerkmale wie Steuern, Bremsen, Gleiten, Fahrgefühl und Stoßdämpfung sowie die Handhabung der Produkte. "Fünf erfahrene Rodler", zwei Frauen, zwei Männer und ein Kind, fuhren dafür auf einer präparierten Rodelpiste.

Zwei lenkbare Rodel sind die "Highlights"

Als besonders sicher stufte Stiftung Warentest am Ende zwei lenkbare Rodel ein. Die Testsieger Family Flizzer von der Schweizer Firma Graf (Note 1,8) und der Tourenrodel von Kathrein aus Österreich (Note 1,8) entpuppten sich als "Highlights", heißt es in "test": "Sie fahren sich einfach toll." Von Kindern allein seien allerdings auch diese beiden nicht gut steuerbar - sie als Leichtgewichte sollten also lieber nur in Begleitung von Erwachsenen auf Talfahrt gehen.

Dieser Spaß hat allerdings auch seinen Preis: 249 bis 269 Euro kostet das Modell von Graf, 165 bis 169 Euro jenes von Kathrein. Und auch der KHW Snow Future auf Platz drei (Note 2,0) ist mit 140 Euro nicht ganz günstig. Der Viertplatzierte, ein "Mini Bob" von Zipflbob (Note 2,2), ist dagegen ein Schnäppchen, wenn auch nur für Einzelfahrten geeignet: Für 30 bis 46 Euro ist eine der Plastikschalen erhältlich. "Große Gaudi, kleiner Preis", urteilen die Tester, warnen aber ausdrücklich: "Für Hartgesottene ohne Scheu vor nassem Hosenboden und Schnee im Gesicht."

emt

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insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
mischamai 21.11.2013
1. was wurde hier getestet?
Aha,Stiftung Warentest,... wieder einmal an der Realität vorbei.Warum ist hier denn keiner der Vollkunststoffschlitten getestet worden?Von KHW gibt es tolle Schlitten in diversen Größen zum Preis zwischen 25 und 60 Euro die tadellosen Spass bereiten.Auch andere Anbieter die hier einfach unberücksichtigt bleiben werden nicht erwähnt. Also,wieder einmal kein aussagekräftiges Ergebnis von der Stiftung die von Haarshampoos bis Winterreifen alles testet,aber für mich noch nie relevant war.
paul.oberste-frielinghaus 22.11.2013
2. Sinn?
Wenn diese sogenannten Experten mal Alltagsgegenstände testen würden, hätten sie vielleicht ihre Daseinsberechtigung, aber wer Schlitten (!) testet, der ist weit von der Spur abgekommen. Wann endet dieser Sicherheitswahn endlich wieder??
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