Flugausfälle Streik bei Air France betrifft weniger Passagiere als befürchtet

Air France macht seinen Streik in den Sommerferien wahr. Das Unternehmen hat für Mittwoch rund 13 Prozent seiner Flüge gestrichen - deutlich weniger als befürchtet.

Air-France-Flugzeuge am Boden
Bertrand Guay/ AFP

Air-France-Flugzeuge am Boden


Mitten in den Sommerferien haben die Flugbegleiter der französischen Fluggesellschaft Air France einen einwöchigen Streik begonnen. Das Unternehmen strich für Mittwoch rund 13 Prozent seiner Flüge. An den Pariser Flughäfen blieb die Lage aber ruhig: "Moment läuft alles gut", verlautete es aus Flughafenkreisen.

Air France hatte Fluggäste vorab über gestrichene Verbindungen informiert. Laut der Airline sind keine Air-France-Flüge von dem Streik betroffen, die über die Tochtergesellschaften KLM, Delta und HOP! ausgeführt werden.

Wie die Tageszeitung "Le Monde" schreibt, finden am ersten Streiktag 90 Prozent aller Inlandsflüge sowie mehr als 80 Prozent aller Mittelstreckenflüge von und nach Paris planmäßig statt. Air France hatte schlimmere Auswirkungen befürchtet. Es war die Rede von einem Drittel aller Verbindungen auf der Kurz- und Mittelstrecke, die voraussichtlich ausfallen sollten.

Die Flugbegleiter wollen bis kommenden Dienstag streiken. In dem Tarifkonflikt geht es um die Zukunft eines Manteltarifvertrags, der unter anderem Bezahlung und Beförderungen regelt. Er läuft im Oktober aus. Air France hat vorgeschlagen, den Vertrag praktisch unverändert um 17 Monate zu verlängern. Die Gewerkschaften fordern eine Laufzeit von fünf Jahren.

Bei Air France hatten erst im Juni die Piloten während der ersten Tage der Fußballeuropameisterschaft in Frankreich gestreikt. Der Ausstand kostete die Fluggesellschaft nach eigenen Angaben 40 Millionen Euro.

Air-France-Chef Frédéric Gagey warnte mit Blick auf den Flugbegleiterstreik, dieser gefährde die wirtschaftliche Erholung der Fluggesellschaft. Am Mittwoch stellte Air France-KLM aber vergleichsweise gute Zahlen für das erste Halbjahr 2016 vor: Der Verlust konnte im Vergleich zum Vorjahr von 638 Millionen Euro auf 114 Millionen Euro gesenkt werden.

jus/AFP

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