Minutenprotokoll So lief der Streik am Vormittag

Tausende Fluggäste müssen ihre Reisepläne ändern: Der Streik der Flugbegleiter der Lufthansa ist ein schwerer Schlag für Airline und Passagiere. Lesen Sie im Liveticker-Protokoll nach, wie sich die Situation bis zum Mittag entwickelte!

DPA

Seit Mitternacht streiken die Flugbegleiter der Lufthansa, bundesweit kam es dadurch zu erheblichen Einschränkungen im Luftverkehr. Im Minutenprotokoll finden Sie hier die Ereignisse des Vormittags.

+++ Air Berlin profitiert vom Streik +++

[11:40 Uhr] Der Flugbegleiterstreik bei der Lufthansa hat dem Konkurrenten Air Berlin zusätzliche Passagiere beschert. Wegen der gestiegenen Nachfrage habe die Fluggesellschaft sechs zusätzliche innerdeutsche Verbindungen angeboten, sagte eine Unternehmenssprecherin. Außerdem setzte Air Berlin in 16 Fällen größere Flugzeuge als geplant ein, die zwischen 12 und 42 zusätzliche Sitzplätze bieten.

Verzögerungen wegen parkender Lufthansa-Maschinen gab es bei Air Berlin zunächst nicht. Dies sei jedoch nicht auszuschließen, sagte die Sprecherin.

+++ Keine Parkplatz-Probleme an der Landebahn +++

[11:22 Uhr] Wenn an einem Flughafen mehr Maschinen landen als starten, wird die Stellfläche knapp. Als die Flugbegleiter am vergangenen Freitag das erste Mal streikten, waren in kurzer Zeit fast alle Parkplätze voll. 40 Minuten lang konnten deshalb keine Flugzeuge mehr nach Frankfurt starten, anschließend wurden Starts nur eingeschränkt zugelassen. Beim aktuellen Streik sei das kein Problem, sagte ein Flughafensprecher SPIEGEL ONLINE: Die Lufthansa habe ihre Streichungen so durchgeführt, dass Starts und Landungen ausgewogen sind.

+++ Leicht erhöhte Nachfrage bei Mietwagen +++

[11:07 Uhr] Die großen Mietwagenfirmen haben wegen des bundesweiten Flugbegleiterstreiks bei der Lufthansa eine etwas erhöhte Nachfrage festgestellt. Europcar bemerkte nach Angaben einer Sprecherin ein "leichtes Plus". An Flughäfen gestrandete Passagiere würden zwar verstärkt Autos bestellen. Andere würden im Gegenzug aber wieder stornieren, weil sie ihre Reise nicht antreten könnten. Für das Wochenende habe Europcar vorsorglich die Flotte aufgestockt.

Ein Sixt-Sprecher berichtete, für ihn sei "keine spürbar höhere Nachfrage festzustellen". Er geht davon aus, dass durch die frühzeitige Ankündigung des Streiks viele ihre Reisepläne rechtzeitig geändert hätten.

+++ Mehr Fahrgäste bei der Bahn +++

[10:58 Uhr] Die Deutsche Bahn verzeichnet am Streiktag ein "leicht erhöhtes Passagieraufkommen", sagte eine Sprecherin SPIEGEL ONLINE. Für den Nachmittag werde noch ein stärkerer Andrang erwartet, insgesamt rechne man mit rund 10.000 zusätzlichen Fahrgästen. Nach Unternehmensangaben reichen dazu die vorhandenen Plätze in den Zügen aus. Man werde aber den Andrang genau beobachten und gegebenenfalls reagieren. Das gelte vor allem für die Strecken zu den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt-München, Frankfurt-Berlin und München-Stuttgart oder zu Städten mit großen Flughäfen.

Gestrandete Lufthansa-Kunden können im innerdeutschen Verkehr ihre Tickets in Reisegutscheine für die Deutsche Bahn umwandeln lassen. Dieser Gutschein gilt als Fahrschein. Bei Verbindungen ins Ausland müssen die Reisegutscheine vor Fahrtantritt an einem Bahn-Schalter gegen eine Fahrkarte eingetauscht werden.

+++ Messe Frankfurt bittet um Rücksicht +++

[10:51 Uhr] Die Messe Frankfurt hat die streikende Flugbegleitergewerkschaft Ufo und die Lufthansa in einem offenen Brief um Rücksichtnahme auf das Messegeschäft gebeten. Grund für das Schreiben ist die Messe Automechanika, die vom 11. bis 16. September in Frankfurt am Main stattfindet. Die Messegesellschaft appellierte an die Tarifpartner, den "aus- wie inländischen Gästen aus gesamtwirtschaftlicher Verantwortung einen erfolgreichen Besuch" der Branchenschau zu ermöglichen.

Zur vorangegangenen Automechanika im Jahr 2010 waren laut Messe rund 150.000 Industrievertreter aus 180 Ländern gereist. Hinter der Veranstaltung stehe ein Netto-Umsatz der inländischen Teile- und Zubehör-Hersteller von 96 Milliarden Euro im Jahr 2011.

+++ Müntefering als Schlichter? +++

[10:07 Uhr] Laut dem ZDF-Morgenmagazin sind drei Kandidaten als Schlichter im Gespräch: SPD-Urgestein Franz Müntefering, der ehemalige Hamburger Bürgermeister Henning Voscherau und Hans-Jürgen Papier, ehemaliger Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Die Lufthansa bestätigt jedoch vorerst keine Schlichtungspläne im Tarifkonflikt mit den Flugbegleitern. Es gebe "zarte Kontakte" mit der Gewerkschaft Ufo, sagte Lufthansa-Sprecher Klaus Walther. Zu den drei genannten Kandidaten wollte er keinen Kommentar abgeben.

+++ 580 gestrichene Flüge in Frankfurt +++

[9:59 Uhr] Auf dem Frankfurter Flughafen läuft "ein sehr geregelter Betrieb", wie ein Fraport-Sprecher berichtet. Man erwarte für den Freitag insgesamt 580 Annullierungen, ein erheblicher Anteil der normalerweise rund 1400 Flugbewegungen kann also nicht stattfinden.

+++ Kaum Andrang am Taxistand +++

[9:17 Uhr] Taxifahrer Drazen Ananic kann sich am Frankfurter Flughafen nicht über zusätzliche Nachfrage freuen. Er steht mit seinem Kia ganz vorne am Taxistand - und hat Zeit, eine kleine Unebenheit am Heck mit einer ölig-braunen Flüssigkeit zu polieren. Das heute sei gar kein Vergleich sei zu anderen Tagen, an denen etwas am Flughafen schief geht. Als etwa auf Island der Eyjafjallajökull-Vulkan ausbrach, habe es ganz viele Fahrten gegeben. Nach Mannheim und Heidelberg, zu den Hotels, hin, zurück. Aber heute? "Seit einer Stunde sind erst zwei Taxis abgefahren", sagt er. "Ich wäre der Dritte."

+++ Drei Viertel der Bürger zeigen Verständnis +++

[9:09 Uhr] Laut einer Erhebung von Infratest dimap haben 75 Prozent der Bundesbürger generell Verständnis für den Streik des Kabinenpersonals. 21 Prozent gaben an, dafür kein Verständnis zu haben.

+++ Vorerst keine weiteren Streikaktionen +++

[8:44 Uhr] Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo plant nach dem flächendeckenden Streik am Freitag zunächst keine weiteren Arbeitsniederlegungen. "Es sind jetzt keine weiteren Streiks aktuell geplant", sagte Ufo-Chef Nicoley Baublies in Frankfurt. "In den nächsten zwei Tagen kommt es auf Gespräche an." Ein Ufo-Sprecher sagte, man wolle der Airline nun eine "Denkpause" geben. Es habe "erste zarte" Kontakte gegeben. "Die Lufthansa soll jetzt erst mal zur Besinnung kommen." Der Streik am Freitag werde aber "durchgezogen". In Frankfurt sagte Baublies dazu: "Wir werden, egal was jetzt in den nächsten ein, zwei Tagen passiert, keine weiteren Streiks planen und verkünden."

+++ "Ein bitterer Tag" +++

[8:28 Uhr] Der flächendeckende Streik der Lufthansa-Flugbegleiter trifft nach Angaben des Unternehmens mehr als 100.000 Passagiere. "Es ist ein bitterer Tag", sagte Lufthansa-Sprecher Klaus Walther in Frankfurt. Es gebe nach mehreren Streiktagen auch Kontakt zur Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter (Ufo), bestätigte der Lufthansa-Sprecher. Er hoffe, dass der Kontakt demnächst auch "zielführend" sein könne. Bislang sei dies noch nicht der Fall. Die ersten Kontakte seien allenfalls ein Zeichen der Hoffnung.

Die Deutsche Bahn habe sich wegen der Flugausfälle kooperativ gezeigt, allerdings sei der Freitag ohnehin ein starker Verkehrstag bei der Bahn. "Insofern wird es sicherlich etwas kuschelig werden in den Zügen", sagte Walther.

+++ Weniger Streichungen als befürchtet +++

[8:08 Uhr] Die Lufthansa muss nach eigenen Angaben am Freitag weniger Flüge streichen als bislang erwartet. "Wir sind optimistisch, heute rund die Hälfte unserer 1800 Flüge durchführen zu können", sagte ein Lufthansa-Sprecher. Bislang war Deutschlands größte Fluglinie davon ausgegangen, rund zwei Drittel ihrer Verbindungen wegen des Streiks der Flugbegleiter streichen zu müssen. Im Laufe des Tages könne es allerdings immer noch zu kurzfristigen Streichungen kommen, teilte die Airline mit.

+++ Ufo berichtet von Schlichter-Regelung +++

[7:45 Uhr] Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat sich nach eigenen Angaben im Arbeitskampf bei der Lufthansa mit der Airline auf Hinzuziehung eines Schlichters verständigt. Diese Absprache sei bei einem Telefonat zwischen ihm und einem Verhandlungsführer der Lufthansa bereits am Mittwochabend getroffen worden, sagte der Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies auf dem Frankfurter Flughafen. "Zu den Gesprächen eine dritte Person einzuladen, ist wohl das Beste", betonte er. Ufo bestreikt bis Freitagabend alle Lufthansa-Flüge.

Einen Termin zur Wiederaufnahme der Tarifgespräche mit der Lufthansa nannte der Ufo-Chef nicht. Die Initiative zur Einschaltung eines Vermittlers ging Baublies zufolge von Ufo aus. "Ich war es, der zum Handy gegriffen hat", sagte er.

Eine Sprecherin der Lufthansa bestätigte allerdings lediglich, dass der Gesprächsfaden zu Ufo wieder aufgenommen wurde. Sie wisse, dass es seit Donnerstag wieder Kontakte zwischen dem Unternehmen und Ufo gebe, sagte die Sprecherin. Von einem Schlichter sei ihr nichts bekannt.

+++ Umbuchung mit Hindernissen +++

[7:42 Uhr] Ein glückliches Pärchen checkt am Flughafen Frankfurt ein. Eigentlich wollten sie erst am Nachmittag nach Wien fliegen. Dann erfuhren sie am Donnerstag, dass ihr Flug annulliert wurde. Zwei Stunden versuchten sie vergeblich, telefonisch umzubuchen. Dann wurde die Hotline abgestellt. Sie versuchten es online, die Seite war kaum zu erreichen - "weil gar nichts mehr ging", wie der junge Mann sagt. Schließlich kamen sie im Internet doch noch an ihr Ticket - ihr Flug soll nun um 9.25 Uhr nach Wien starten.

+++ Deutschlandweite Ausfälle +++

[7:25 Uhr] Die von den Streiks betroffenen Flughäfen bestätigen erste Flugausfälle: Auf den Airports Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart, Köln/Bonn und Düsseldorf konnten bereits zahlreiche Maschinen nicht starten.

+++ Lufthansa: Situation an Flughäfen sehr ruhig +++

[6:58 Uhr] Zu Betriebsbeginn ist die Lage an den Flughäfen laut einer Lufthansa-Sprecherin "sehr ruhig und sehr geordnet". Im Gegensatz zu den vorherigen Streiktagen habe man diesmal die Passagiere sehr frühzeitig informieren und durch den größeren Vorlauf einen Sonderflugplan ausarbeiten können. Die Ticketinhaber seien über Änderungen informiert worden. "Allein am Mittwoch und Donnerstag haben wir 55.000 SMS und E-Mails verschickt", sagte die Sprecherin SPIEGEL ONLINE. Sie empfiehlt allen Fluggästen, sich am Freitag vor dem Abflug über ihren Flugstatus zu informieren.

+++ Ufo-Chef erwartet Annäherung +++

[6:39 Uhr] Der Chef der Kabinengewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, sieht zu Beginn des flächendeckenden Streiks am Freitag eine Annäherung zwischen Gewerkschaft und Lufthansa. "Wir erwarten uns jetzt tatsächlich auch, nachdem wir den ersten Kontakt ja auch hergestellt haben, dass die Lufthansa sich deutlich bewegt inhaltlich", sagte Baublies am frühen Freitagmorgen.

Die Gewerkschaft erwarte, dass die Lufthansa in den kommenden Tagen die Gespräche intensivieren werde. Auch innerhalb der Gewerkschaft seien nun Absprachen zu treffen. "Wir müssen gucken: Was bedeutet das jetzt für uns?" Von Vertretern des Managements und aus der mittleren Verwaltung der Lufthansa gebe es zudem eindeutige Anzeichen einer Annäherung.

+++ Lufthansa setzt zusätzliches Bodenpersonal ein +++

[6:17 Uhr] Eine genaue Zahl der annullierten Starts und Landungen lasse sich so früh noch nicht nennen, sagt ein Sprecher der Lufthansa. Die Fluggesellschaft habe am Streiktag zusätzliches Bodenpersonal im Einsatz, das die gestrandeten Passagiere umbuche, betreue und informiere, so der Sprecher.

+++ Erste Ausfälle zu Betriebsbeginn +++

[6:00 Uhr] Der erste gestrichene Abflug von einem deutschen Airport ist nach Angaben der Lufthansa die Verbindung Frankfurt - Berlin um 6 Uhr. Allein bis 8 Uhr können demnach mehr als 150 Flüge nicht stattfinden. Informationen über sämtliche Ausfälle erhalten Flugpassagiere auf der Internetseite der Fluggesellschaft.

+++ Ufo hofft auf Gespräche +++

[0:15 Uhr] Nach Berichten verschiedener Medien hat die Gewerkschaft Ufo den Lufthansa-Vorstand kurz vor Beginn des 24-Stunden-Streiks angerufen. Den Ausstand hat das allerdings nicht verhindert. Ufo-Verhandlungsführer Dirk Vogelsang sagte: "Wir erwarten, dass danach Bewegung in die Sache kommt." Ob es zu weiteren Gesprächen kommt, könnte sich im Laufe des Freitags entscheiden. In einem TV-Interview kritisierte Lufthansa-Chef Christoph Franz die Streiks als "unverhältnismäßig".

+++ Streikbeginn an deutschen Flughäfen +++

[0:00 Uhr] Die Gewerkschaft Ufo ruft zum Großkampftag auf: Deutschlandweit streiken am Freitag 24 Stunden lang die Flugbegleiter der Lufthansa, etwa 1200 Flüge muss Europas größte Airline streichen. "Die Stimmung ist bei den Mitarbeitern gut. Wir sind zuversichtlich", sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Ufo. Mit dem Ausstand richtet die Ufo den bislang größten Ausfall an einem einzigen Streiktag in der Geschichte der Lufthansa an.

Normalerweise befördert die Lufthansa an einem Freitag rund 170.000 Menschen. Zum Streik aufgerufen sind rund 18.000 Beschäftigte an den Standorten Frankfurt, München, Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Stuttgart. Für den Verkehr in ganz Europa könnte der Ausstand massive Folgen haben - viele Passagiere werden auf Flugzeuge anderer Airlines oder auf Züge umsteigen. Bei ausgefallenen Flügen innerhalb Deutschlands gilt das Flugticket auch für eine entsprechende Fahrt mit der Deutschen Bahn.



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Seite 1
susiwolf 07.09.2012
1. ausgewichen - ausgebüxt !
Was für eine Aufregung ... Da lach' ich mir heute in's Fäustchen: Ich kenne da einen 'outsider' - der meist pünktlich, billig und verlässlich fliegt. Nenne keinen Namen; nur 'mal absurde Ideen des Chefs: Toilettengebühr, Stehplätze u.v.a.m. Und dieser 'Chef' lacht heute besonders: Auch wenn mich mein Flug nur 21,99e gekostet hat: Sein Gewinn 2011: 500.000.000e ! Mein 'Rein'-Gewinn ? no strike and .. no problems. Any further discussions ?
Jan B. 07.09.2012
2. .......
Zitat von sysopDPAEs ist der heftigste Streiktag in der Geschichte der Lufthansa: Seit Mitternacht haben die Flugbegleiter der größten europäischen Airline ihre Arbeit niedergelegt. Lesen Sie im Liveticker, wie sich die Situation auf den Flughäfen entwickelt. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,854379,00.html
Es gab mal eine Zeit, da wurden Liveticker für wichtige Ereignisse eingesetzt, zum Beispiel bei länger anhaltenden Katastrophen, Großdemonstrationen etc. Jetzt begleitet man schon Streiks und füttert uns mit Informationen, die eigentlich nur relevant sind, wenn man in diesem Fall a. bei der Lufthansa angestellt ist, b. selber heute fliegt oder c. wirklich nichts besseres zu tun hat. Hätten Aktualisierungen alle paar Stunden nicht genügt?
fairerdemokrat 07.09.2012
3. Lieber jetzt Ärger als später keine Lufthansa
Zitat von sysopDPAEs ist der heftigste Streiktag in der Geschichte der Lufthansa: Seit Mitternacht haben die Flugbegleiter der größten europäischen Airline ihre Arbeit niedergelegt. Lesen Sie im Liveticker, wie sich die Situation auf den Flughäfen entwickelt. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,854379,00.html
Ich hoffe, die Lufthansa bleibt superhart. Denn die heutigen Mitarbeiter wie Flugbegleiter und Piloten verspielen mit ihren überzogenen Partikularinteressen die Zukunft der künftigen Beschäftigten. Hinterher, wenn die Lufthansa im Wettbewerb pleite ist, rufen die Gewerkschaften gewohnheitsmäßig nach Staatshilfe und waschen sich wie Pilatus die Hände in Unschuld. Beide Personengruppen verdienen im Vergleich zu ihren "normalen" Passagieren nicht nur üppigst, sie werden auch mit Freiflügen, Gratisluxushotels, Ferienorten der Extraklasse, Freizeiten vollständig verpäppelt. Hier wird sich die Arbeit schlecht geredet, die sollten mal in der freien Wirtschaft wie ihre Paxe ihr Brot verdienen, dann sind die Lausen aus dem Kopf.
homann5 07.09.2012
4.
Zitat von susiwolfWas für eine Aufregung ... Da lach' ich mir heute in's Fäustchen: Ich kenne da einen 'outsider' - der meist pünktlich, billig und verlässlich fliegt. Nenne keinen Namen; nur 'mal absurde Ideen des Chefs: Toilettengebühr, Stehplätze u.v.a.m. Und dieser 'Chef' lacht heute besonders: Auch wenn mich mein Flug nur 21,99e gekostet hat: Sein Gewinn 2011: 500.000.000e ! Mein 'Rein'-Gewinn ? no strike and .. no problems. Any further discussions ?
Nur hat ein Aufenthalt an Bord einer Ryanair-Maschine mit Fliegen so viel zu tun wie Toast-Brot mit einem Schnitzel. Die Fahrt mit einem Containerschiff ist da schon dichter dran. Gleiches gilt auch für Easyjet und Co.
claudeka 07.09.2012
5. Clever gemacht
Das hat die LH clever gemacht, sie hat sich gut vorbereitet und schon mal die hälfte der Flüge im Vorraus gestrichen. Die meisten Passagiere konnten sich darauf einrichten und rechtzeitig umbuchen oder auf die Bahn umsteigen. Dieser Flächendeckende Streiktag wird die LH kostenmässig hart treffen, aber den Passagieren nicht so stark schaden als die vorigen Streiks.
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