Lokführer-Streik Bahnkunden müssen weiter bangen

Sie wollen streiken - nur wann? Im Tarifkonflikt mit der Lokführergewerkschaft GDL und der Deutschen Bahn ist zwar keine Einigung in Sicht. Reisende können am Wochenende dennoch auf planmäßigen Zugverkehr hoffen.

Deutscher Bahnhof: Bisher kein Streik der GDL
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Deutscher Bahnhof: Bisher kein Streik der GDL


Frankfurt/Berlin - Droht dem Zugverkehr in Deutschland erneut Chaos? Die Lokführergewerkschaft GDL lässt die Bahnkunden weiter zappeln. Bisher hat sie noch keinen konkreten Zeitpunkt für ihren angekündigten nächsten Streik genannt. Aber: Zum Wochenende müssen Reisende wohl noch nicht mit einem Ausstand rechnen.

Es gebe keinen neuen Sachstand seit den Beschlüssen der Tarifkommission und des Vorstands vom Mittwoch, erklärte ein Sprecher der Gewerkschaft in Frankfurt. Da die GDL allerdings versprochen hatte, Fahrgäste rechtzeitig zu informieren, dürfte ein Streik an diesem Wochenende eher unwahrscheinlich sein.

Auch die Bahn teilte keinen neuen Sachstand mit. Eine Sprecherin verwies auf Aussagen vom Donnerstag, als Personalvorstand Ulrich Weber angekündigt hatte: "Ja, wir reden miteinander, wir sind in Kontakt." Weber werde sich bemühen, den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen, hatte er versprochen.

Einsatz eines externen Vermittlers

Dass es grundsätzlich neue Streiks geben soll, hatte die GDL am Mittwoch beschlossen. Sowohl den Starttermin als auch die geplante Dauer ließ sie aber zunächst offen. Es wäre der mittlerweile siebte Ausstand im laufenden Tarifkonflikt.

Der Fahrgastverband Pro Bahn forderte angesichts der zuletzt erfolglosen Verhandlungen den Einsatz eines externen Vermittlers. "Für die Fahrgäste ist die ganze Situation alles andere als lustig", sagte Verbandssprecher Gerd Aschoff der "Passauer Neuen Presse". Viele Menschen fragten sich, "ob bei diesem Tarifstreit überhaupt noch jemand durchblickt, und wünschen sich einen Schlichter".

Das sei zwar rechtlich problematisch, sagte Aschoff ein. "Aber eine Moderation - das wäre schon vorstellbar." Als mögliche Kandidaten nannte er den früheren Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi, Karl Heinz Daehre, den früheren Verkehrsminister von Sachsen-Anhalt, oder Ex-EKD-Chef Nikolaus Schneider.

Auch der Vorsitzende des Beamtenbunds, Klaus Dauderstädt, brachte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" eine Schlichtung ins Spiel. Der Deutsche Bahnkunden-Verband hatte am Donnerstag im "Münchner Merkur" bereits gefordert, künftig Fahrgastvertreter bei Tarifgesprächen miteinzubeziehen.

Die Lokführer hatten im Herbst bereits sechsmal gestreikt und dabei die Dauer des Ausstands stets verlängert. Der Zugverkehr wurde bundesweit stark eingeschränkt.

In der vorigen Woche erklärte die GDL die Tarifverhandlungen abermals für gescheitert. Zur Begründung hieß es, die Bahn sei von ihrer Zusage aus dem Dezember abgerückt, dass die GDL eigenständig und unabhängig von der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) verhandeln dürfe. Über inhaltliche Forderungen der GDL nach kürzerer Arbeitszeit und fünf Prozent mehr Geld wurde noch nicht gesprochen.

joe/dpa

insgesamt 26 Beiträge
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Seite 1
Rapporteur 20.02.2015
1.
sehr schön tripeldeutig :)
jujo 20.02.2015
2. ...
Ich wiil kommenden Mittwoch von Schweden aus mit dem Zug nach Berlin, die sollen keinen Mist machen. Ich reserviere mir besser einen Mietwagen ab HH. Bei SIXT kann ich den Kostenfrei stornieren.
static2206 20.02.2015
3. Geht der GDL nicht langsam mal das Geld aus?
Soweit ich weiß kostet doch ein Streik auch die Gewerkschaft Geld, irgendwann muss doch dieser auch der Puffer ausgehen. Es geht doch schon lange nicht mehr um bessere Arbeitsbedingungen oder mehr Geld. Es geht um die Profilierung eines Narzissten und dafür ist er auch bereit ein ganzes Land lahm zu legen.
OskarVernon 20.02.2015
4.
Zitat von jujoIch wiil kommenden Mittwoch von Schweden aus mit dem Zug nach Berlin, die sollen keinen Mist machen. Ich reserviere mir besser einen Mietwagen ab HH. Bei SIXT kann ich den Kostenfrei stornieren.
Die werden SIE kaum fragen, ob's genehm ist - und auch sonst niemanden... :-( Gar nicht mit der Bahn zu planen hilft ungemein - und auch, für spontane Fahrten andere Verkehrsmittel zu wählen: Nicht wieder zurückzukommen oder gar unterwegs zu stranden braucht kein Mensch...
friesem 20.02.2015
5. tja, früher bin ich jeden Tag Bahn gefahren...
... inzwischen nur noch Auto. Hat gar nichts mit den Streiks zu tun. Eher an dem saumäßigen Kundenservice. Am Sonntag bin ich erstmals wieder mit der Bahn gefahren. Zum 1. Mal mal in 1 Jahr. War ja Karneval, und ich wollte was trinken. Prompt fällt der Zug aus. Toll! Da ich mit einer Stunde Verspätung zuhause angekommen wäre, aber in der Zeit mindestens drei ICs fuhren - ich hin zum Schalter, fragen, ob ich einen von denen auch nehmen kann. Hatte ja mal was von Fahrgastrechten gelesen. Die Auskunft: "Nee, is nicht, Sie haben ja ein stark verbilligt es Ticket" WE-Ticket für knapp 40 Tacken.... stark verbilligt für eine Strecke, die mit dem Auto hin und zurück billiger ist....
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