Flüge ab Deutschland storniert Piloten bei British Airways streiken weiter

Wieder mussten Hunderte Flüge gestrichen werden: Bei British Airways hat der zweite Streiktag der Piloten begonnen. Auch an deutschen Flughäfen werden weiter Verbindungen annulliert.

Leeres Terminal in London-Heathrow: Piloten von British Airways streiken den zweiten Tag
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Leeres Terminal in London-Heathrow: Piloten von British Airways streiken den zweiten Tag


Der 48-Stunden-Streik der British-Airways-Piloten ist noch nicht zu Ende. Bereits am Montag waren fast alle Flüge des Konzerns ausgefallen. Der Streikaufruf am ersten Tag des Arbeitskampfes sei "nahezu zu hundert Prozent" befolgt worden, teilte die britische Pilotengewerkschaft Balpa am Montagabend mit. Der Arbeitsausstand ist der erste Pilotenstreik in der Geschichte von British Airways.

BA hatte für beide Tage vor Beginn des Arbeitskampfes 1700 Flüge von und nach London Heathrow sowie Gatwick gestrichen. Am Montag waren rund 145.000 Menschen von den Flugstreichungen betroffen, bis Dienstag könnten es doppelt so viele sein. Ihnen wurden nach Angaben von British Airways Erstattungen oder Umbuchungen angeboten. Für den 27. September hat Balpa zu einem weiteren Streik aufgerufen.

Von Deutschland aus finden Flüge mit British Airways statt:

  • Ab Frankfurt allerdings nur Flüge mit Ziel London-City, wie die Website des Flughafens anzeigt.
  • Von München aus wurden für Montag alle Flüge nach London-Heathrow annulliert, zum City-Airport finden sie planmäßig statt.
  • Ab Hamburg starten oder landen laut dem Abflugs- und Ankunftsplan auf der Flughafen-Website keine British-Airways-Flugzeuge - außer einem nach und von Friedrichshafen. Insgesamt seien zwölf Flüge gestrichen worden, teilte der Flughafen mit. Am Montag seien sechs Abflüge und Landungen abgesagt worden.

Die Fluglinie richtete für die Reisenden eine Internetseite ein, auf der sie den aktuellen Status ihres Flugs überprüfen können. Flüge mit BA CityFlyer, SUN-AIR und Comair seien nicht betroffen, hieß es. Jeder Streiktag kostet die Gesellschaft nach Angaben von Balpa 40 Millionen britische Pfund (etwa 44 Millionen Euro).

Piloten wollen stärker am Gewinn beteiligt werden

Nach Darstellung der Gewerkschaft hätte der Streit um höhere Gehälter mit einer Vereinbarung beigelegt werden können, die nur eine Million Pfund gekostet hätte. Derzeit sind keine neuen Gespräche zwischen den Tarifparteien geplant. British Airways hatte den Flugkapitänen im Juli eine Gehaltserhöhung von 11,5 Prozent über drei Jahre angeboten. Dies wurde jedoch zurückgewiesen.

Die Piloten hätten in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erhebliche Einbußen hinnehmen müssen und wollten nun im größeren Maß am Gewinn beteiligt werden, so Balpa. Die Airline gehört zu den weltgrößten Fluggesellschaften.

abl/dpa/AFP



insgesamt 3 Beiträge
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MisterD 10.09.2019
1. Verständlich...
wenn es eng wird, soll das Personal den Gürtel enger schnallen. Wenn es dann wieder brummt, stopft sich das Management die Taschen so voll es irgendwie geht, bloss der Rest soll bitteschön weiter verzichten. So gehts nunmal nicht...
sponnerd 10.09.2019
2.
Da alle BA-Flüge von und nach London-City Airport (LCY) von BA CityFlyer durchgeführt werden, finden diese auch statt, wie im Artikel richtig aufgeführt wird. Insofern macht es aber nicht wirklich Sinn, in weiteren Abschnitten herauszustellen, dass zwischen Frankfurt und London-City bzw. München und London-City die Flüge stattfinden. Das Gleiche gilt übrigens aus für Flüge zwischen Düsseldorf und London-City. Der Artikel ist schlecht recherchiert, um es mal freundlich auszudrücken!
DerBlicker 10.09.2019
3. das kommt eben davon
Zitat von MisterDwenn es eng wird, soll das Personal den Gürtel enger schnallen. Wenn es dann wieder brummt, stopft sich das Management die Taschen so voll es irgendwie geht, bloss der Rest soll bitteschön weiter verzichten. So gehts nunmal nicht...
British Airways gibt schon einmal einen Vorgeschmack auf das, was in UK nach dem Brexit kommt, Arbeitnehmerrechte werden abgebaut, der Manchester Kapitalismus feiert von der EU nicht mehr gebremst fröhliche Urstände. Aber ich gönne es den Arbeitnehmern, denn viele von ihnen haben wider ihre eigenen Interessen aus dem Bauch heraus für den Brexit gestimmt, jetzt müssen sie die Konsequenzen tragen. So muss das sein!
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