Streikwelle Hunderte Flüge gestrichen

Sie gehören zum Italienurlaub wie Pizza, volle Adriastrände und der Stau am Mauthäuschen: Streiks. Diesmal wollen Fluglotsen, Bahnbeschäftigte und Feuerwehrleute die Arbeit niederlegen.


Rom - Pünktlich zur Ferienzeit in Italien hat eine neue landesweite Streikwelle im Reiseverkehr begonnen. Die Fluglotsen traten am Montag in ganz Italien in einen vierstündigen Ausstand. Der Streik drohe den Luftverkehr lahm zu legen, meldete das italienische Fernsehen.

Streik: Die Fluggesellschaft Alitalia musste 200 Flüge streichen
AP

Streik: Die Fluggesellschaft Alitalia musste 200 Flüge streichen

Allein die italienische Fluggesellschaft Alitalia habe 200 von 600 Flügen gestrichen. Gesichert seien lediglich Interkontinentalverbindungen nach Amerika, Asien und Afrika. Erst am Abend wird mit einer Normalisierung gerechnet.

Am Dienstag wollen Presseberichten zufolge Bahnbeschäftigte und Feuerwehrleute streiken. Außerdem wurden regionale Aktionen auf Flughäfen angekündigt. Auch der Fährverkehr sei betroffen, hieß es.

Italiens Verkehrsminister Pierluigi Bersani sagte, der Fluglotsenstreik verursache "einen großen Schaden für das Land". Hintergrund der Proteste sind Streitigkeiten um die Neuorganisation der Arbeitsplätze.

In Italien hat gerade die Hauptreisezeit begonnen. Neben ausländischen Besuchern sind wegen der Ferien auch viele Italiener unterwegs.



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