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20. März 2013, 10:24 Uhr

Reiseziel-Ranking

Studie kürt Bolivien zum unfreundlichsten Land

Wo fühlen sich Urlauber am wenigsten willkommen, wenn sie reisen? In einem Ranking des Weltwirtschaftsforums kommen Bolivien, Venezuela und Russland besonders schlecht weg. Extrem besucherfreundlich ist demnach ein kleiner Inselstaat.

Wirtschaftsdaten, Infrastruktur, sauberes Wasser: Der "Travel & Tourism Competitiveness Report" untersucht Reiseländer darauf, wie gut sie auf den Tourismus eingestellt sind. In Dutzenden Kategorien wurden für die Ausgabe 2013 insgesamt 140 Länder verglichen.

Ein Kriterium ist dabei die "Einstellung der Bevölkerung in Bezug auf Besucher aus dem Ausland". Das unfreundlichste Reiseland ist demnach Bolivien, das auf einer Skala von eins bis sieben einen Wert von 4,1 erreicht. Auf den nächsten Plätzen folgen Venezuela und Russland.

Mit jeweils 6,8 Punkten teilen sich Island und Neuseeland den Titel des freundlichsten Reiselandes, Deutschland belegt lediglich Rang 83, allerdings mit einem durchaus guten Durchschnittswert von 6,1. Die Daten stammen aus einer Umfrage unter Unternehmensführern, die in den jeweiligen Ländern tätig sind. Im Schnitt wurden pro Land 90 Personen befragt, wie willkommen ihrer Meinung nach Besucher aus dem Ausland sind, wie eine Sprecherin des Weltwirtschaftsforums mitteilte.

In der Gesamtwertung der Studie schnitt Deutschland hervorragend ab und erreichte den zweiten Platz hinter der Schweiz. Gelobt wurden in Deutschland vor allem die Verkehrsverbindungen, die kulturellen Ressourcen und die große Zahl an Messebesuchern. Sieben europäische Länder sind in der Top Ten vertreten, dazu die USA, Kanada und Singapur.

In die Gesamtwertung gingen Faktoren wie Infrastruktur, Sicherheit, Qualität der Hotels, Gesundheit und kulturelles Kapital mit ein. Erhoben wurden die Daten aus Meinungsumfragen unter Tausenden Unternehmern und aus Kennzahlen internationaler Organisationen wie der Weltbank und der Unesco. In der Studie (klicken Sie hier, um sämtliche Ergebnisse zu lesen) wurde betont, dass weitere Bemühungen zur globalen Tourismusförderung nötig sein, da weltweit jeder elfte Job in dieser Branche vergeben wird.

sto

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