Südafrika Pavian-Bandenchef Fred wird eingeschläfert

Er führte eine Affenbande an, die Touristen überfiel: Der Pavian Fred wurde als besonders brutales Exemplar seiner Spezies in Südafrika berühmt. Doch jetzt mussten Wildhüter ihn einschläfern - er war zu aggressiv geworden.

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Jeder Südafrika-Reiseführer warnt vor den Pavian-Angriffen: Auf der Straße zwischen Kapstadt und dem Kap der Guten Hoffnung sind Gruppen der Säugetiere berüchtigt, weil sie Autofahrer ausrauben und manchmal sogar handgreiflich werden.

Fred, der Anführer der Affenbande, wurde zu einer nationalen Berühmtheit, weil er besonders aggressiv auftrat. Zu aggressiv, befanden nun Südafrikas Wildhüter: Sie haben das Tier jetzt eingeschläfert - obwohl seine Art eigentlich unter Naturschutz steht.

"Die Entscheidung wurde nicht leicht genommen und nicht ohne intensive Diskussionen getroffen", teilte die Gruppe mit, die die Bärenpaviane überwacht. "Der Aggressionslevel dieses Pavians hatte sich in letzter Zeit so erhöht, dass er die Sicherheit von Touristen, Autofahrern und anderen Reisenden auf der Straße an der Smitswinkel-Bucht bedrohte."

Fred hatte allein im Jahr 2010 drei Menschen angegriffen und immer wieder Snacks und Sandwichs aus Autos erbeutet. "Leider ist ein wesentlicher Faktor für das Schicksal dieses Pavians, dass Menschen immer wieder fehlgeleitete Versuche unternommen haben, Paviane zu streicheln und zu füttern", teilte die Organisation mit.

sto/AP



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