Tasmanien Kreuzfahrtschiff rettet Weltumsegler

Seit Tagen trieb er in seinem Rettungsboot auf dem Meer: Ein Antarktis-Kreuzfahrtschiff hat einen Segler gerettet, dessen Gefährt in schwerem Seegang untergegangen war. Er wollte im Alleingang die Erde umrunden.

DPA

Hobart - Ein französischer Alleinsegler, der sich seit drei Tagen in einem kleinen Rettungsboot vor der Küste der australischen Insel Tasmanien über Wasser hielt, ist am Sonntag gerettet worden. Wie die australischen Behörden mitteilten, nahm das Antarktis-Kreuzfahrtschiff "Orion" den 64-jährigen Alain Delord an Bord.

Der Segler hatte sein 10,5 Meter langes Segelboot "Tchouk Tchouk Nougat" am Freitag bei rauer See verlassen müssen, nach dem er seinen Mast verloren hatte und am Rumpf starke Schäden entstanden waren.

Laut der Website voilesetvoiliers.com versank das Segelboot im Sturm mit sieben Meter hohen Wellen etwa 900 Kilometer südlich vor Tasmanien. Delord befand sich auf einer Weltumseglung im Alleingang und ohne Hilfsmittel. Er war im vergangenen Oktober in der Bretagne in See gestochen. Seine Rettung wurde durch den hohen Wellengang erschwert.

Zuletzt war er auf seinem Schlauchboot mit Lebensmitteln aus der Luft versorgt worden. Die australischen Marinerettungsdienste beschrieben Delord als "sehr erfahrenen Seefahrer mit Nerven aus Stahl".

Die "Orion" brauchte 53 Stunden, um zu der Stelle zu kommen, wo sich das Rettungsboot befand. Zuerst seien die etwa 100 Passagiere "extrem enttäuscht" gewesen, dass die Route geändert wurde, sagte Mike Taylor, der Kapitän des Kreuzfahrtschiffs. "Aber als wir ihn hereinholten, brach auf dem ganzen Schiff großer Jubel aus."

sto/AFP



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