Teil-Entschädigung Zu dritt im Doppelbett

Muss eine Familie ohne das zugesagte Extrabett für den Nachwuchs auskommen, kann nur der Reisepreis des Kindes reklamiert werden.


In dem Fall hatte eine dreiköpfige Familie geklagt, die bei ihrem Urlaub in Mexiko ohne das bestellte Extrabett für ihr Kind im Zimmer auskommen musste. Der Reiseveranstalter bot der Familie eine Entschädigung von 585 Mark. Doch das war den Urlaubern zu wenig. Sie forderten 1800 Mark, knapp ein Viertel des Gesamtpreises für die Reise, berichtet die Fachzeitschrift "ReiseRecht aktuell".

Vor Gericht konnte sich die Familie mit dieser Forderung jedoch nicht durchsetzen. Die Richter des Amtsgerichts Kleve urteilten, dass nur die Reise des Kindes, nicht aber die der Eltern beeinträchtigt worden sei. Daher dürfe sich der Betrag der Rückerstattung nur am Reisepreis des Kindes orientieren. Die vom Reiseveranstalter gebotene Summe entspräche fast der Hälfte dessen. Dies genüge, um den Mangel auszugleichen.

(Az.: 35 C 209/00)



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