Stiftung Warentest Diese Akkuleuchten fürs Rad überzeugen im Test

Können es batteriebetriebene Leuchten mit Dynamoleuchten aufnehmen? Ja, schreibt Stiftung Warentest. Sie sind hell genug, leicht zu benutzen und funktionieren oft erstaunlich lange: Manche haben Energie für 47 Stunden - andere für weniger als zwei.
Teurer Testsieger: Der Scheinwerfer Trelock LS 950 leuchtete am längsten

Teurer Testsieger: Der Scheinwerfer Trelock LS 950 leuchtete am längsten

Foto: Trelock

Hamburg - Seit kurzem haben Radler die Wahl: Sie müssen die Wege nicht mehr mit dynamobetriebenen Leuchten erhellen, sondern dürfen auch akku- oder batteriebetriebene Mittel dafür benutzen. Die Kaufentscheidung wird komplizierter, weil die Auswahl jetzt noch größer ist. Doch bringen die nun zugelassenen Scheinwerfer auch die gleiche Leistung wie Dynamoleuchten? Stiftung Warentest analysierte neun Scheinwerfer und drei Rückleuchten und kam zu dem Schluss: "Es gibt keinen Grund, von einer Akku- oder Batterielichtanlage abzuraten."

Die getesteten Leuchten bekamen größtenteils gute Noten. Dabei haben die Vorderlichter schon ab 30 Euro eine mindestens befriedigende Qualität. Die Preise für die roten Rücklichter liegen bei 10 bis 35 Euro.

Die Tester bewerten Akkuscheinwerfer als praktisch, weil keine Kabel nötig sind. Der große Vorteil: "Sie bieten Dauerlicht, auch wenn das Rad steht" - zumindest, solange die Nutzer den Energiespeicher immer aufgeladen haben.

Der Trelock LS 950 schnitt unter den Scheinwerfern am besten ab. Er leuchtet am längsten, ist aber mit 130 Euro auch das teuerste der getesteten Modelle. Ein besseres Preisleistungsverhältnis bietet der BM Ixon Pure, wie in der September-Ausgabe von "test" zu lesen ist. Er kostet rund 50 Euro, hat einen guten Korrosionsschutz und ist leicht zu montieren.

Weil aber Akkulampen schnell schlapp machen können, sollten Käufer darauf achten, dass die Helligkeit einstellbar ist. Durch das Herunterregeln steigt die Betriebsdauer deutlich an - bei einigen Modellen um mehr als das Vierfache auf bis zu 47 Stunden. Eins der getesteten Fabrikate verrichtete dagegen nur eine Stunde und 45 Minuten seinen Dienst; die Funktionsdauer variiert also stark.

Funktionsdauer zwischen zwei und 47 Stunden

Bei den Rücklichtern ist das Trelock LS 710 (21 Euro) Testsieger. Die Leuchte sei leicht zu handhaben, funktioniert laut dem Urteil der Tester sehr zuverlässig und verschafft dem Radler eine gute Sicht.

Die überprüften Kriterien der Untersuchung waren Licht und Sicht (40 Prozent in der Bewertung), Zuverlässigkeit (30 Prozent) sowie die Handhabung (30 Prozent). Bei der Entscheidung zwischen Akku und Batterie gilt generell: Je öfter man fährt, desto lohnender ist es, die aufladbare Variante zu nutzen. Bei längerer Zeit ohne Anschalten entladen sich Akkus schneller als Batterien. Auch die von Stiftung Warentest überprüften Dynamolichter schnitten überwiegend gut ab.

Fahrradscheinwerfer im Test (Auszug)

Akku-/batteriebetriebene Leuchten Ergebnis maximale Leuchtdauer Preis
Trelock LS 950 Control Ion Gut (1,6) 47 Stunden 130 Euro
Sigma Speedster Gut (1,8) 6:30 Stunden 90 Euro
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Philips LED Saferide 80 Lux Befriedigend (3,2) 5:30 Stunden 119 Euro
Profex Sydney XC-116A Mangelhaft (5,0) 12 Stunden 20 Euro
Quelle: Stiftung Warentest, "test" September 2013

In der Tabelle sind die beiden Scheinwerfer mit den besten sowie diejenigen mit den schlechtesten Testergebnissen aufgelistet. Die komplette Analyse - auch für die Rücklichter - gibt es in der September-Ausgabe von "test" .

jus/dpa
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