Proteste in Bangkok Thailand hebt Ausnahmezustand auf

Nach monatelangen Protesten hat sich die Sicherheitslage in der thailändischen Hauptstadt entspannt. Die Regierung hebt die Notstandsregelungen auf. Touristen sollen aber weiterhin aufmerksam bleiben.


Frankfurt/Main - Die Soldaten bepflanzen Checkpoints in Bangkok mit Blumen, der Ausnahmezustand in der südostasiatischen Metropole ist ab Mittwoch beendet. Die thailändische Regierung setzt damit ein deutliches Zeichen für die Rückkehr zur Normalität nach monatelangen Unruhen in der Hauptstadt.

Laut dem Auswärtigen Amt in Berlin finden in Bangkok derzeit nur noch vereinzelte, friedliche Protestaktionen statt. Dennoch sollten Touristen vorsichtshalber weiterhin alle Demonstrationen und Menschenansammlungen im Stadtgebiet und ganz Thailand meiden. Am internationalen Flughafen Bangkok herrsche normaler Betrieb, in den Touristenzentren im Süden und Norden Thailands bestünden keinerlei Einschränkungen für Touristen.

Auslöser für den Ausnahmezustand in Bangkok sowie in Teilen der angrenzenden Provinzen Nonthaburi und Samut Prakan, waren Unruhen sowie Massenproteste gegen die Regierung, die bereits im November vergangenen Jahres begonnen hatten. Touristen wurden aufgefordert, Massenaufläufe und Demonstrationen zu meiden, mussten außer Staus und längeren Transferzeiten zu den Flughäfen und Hotels jedoch kaum Einschränkungen hinnehmen. Vorgesehene Ausgangssperren wurden jedoch nicht umgesetzt.

Trotz der Unruhen in Bangkok hat Thailand im vergangenen Jahr ein deutliches Besucherplus verzeichnet: 26,7 Millionen Besucher aus aller Welt kamen in das Land - gut 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch bei den Besuchern aus Deutschland ging es um neun Prozent auf 744.000 Urlauber nach oben, erklärte Juthaporn Rerngronasa von der thailändischen Tourism Authority. Die genauen Auswirkungen der Unruhen auf die Touristenzahlen spiegeln sich in diesen Zahlen noch nicht - sie begannen erst Ende des Jahres.

ele/dpa



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raoul2 19.03.2014
1. Zum Glück lassen sich die Menschen ...
Zum Glück lassen sich die Menschen nicht von gezielt gestreuten "Horror".Meldungen beeinflussen. Insofern ist es auch nur folgerichtig, daß die Zahlen auch am Ende des Jahres 2013 weiter nach oben kletterten. Selbst wenn es durch den völlig unnötigen "Notstand" in Bangkok und Umgebung zu kurzfristigen Einbrüchen bei den Besucherzahlen gekommen sein sollte: Thailand hat schon weitaus Schlimmeres er- und überlebt. Hauptsache: Das Shinawatra-Regime hat endlich ein Ende. Und es sieht ja auch alles danach aus: Jetzt hat ein Kabinettsmitglied öffentlich erklärt, er stünde als Interims-PM zur Verfügung, falls die Marionette Yingluck das Amt als geschäftsführende Premierministerin nicht mehr ausführen könnte. Da kann er eigentlich sofortr anfangen: Die Frau hat sich schon seit Wochen nicht mehr in der Hauptstadt blicken lassen, belügt und betrügt weiterhin ihre bisher treuesten Anhänger und siegt sich diversen Gerichtsverfahren gegenüber. Und der Armeechef Prayuth hat es gerade öffentlich abgelehnt, mit dem neuen "Führer" der Rothemden, Jatuporn, zu verhandeln: Mit Banditen und Terroristen, die keinerlei Respekt vor Menschenleben zeigen, könne und dürfe man nicht reden. Erst recht nicht als Amtsträger. Respekt vor so eindeutigen Worten (und das so kurz vor der Pensionierung). Den Thailändern ist (auch) das ein Zeichen. In der letzten "Dusit Poll"-Umfrage haben sich gerade 54% der Befragten dafür ausgesprochen, daß Yingluck Shinawatra ihr Amt aufgeben soll. Die Menschen lernen (langsam, aber stetig), daß sie von der Shinawatra-Clique nur als "Stimmvieh" benutzt und gleichzeitig ausgeplündert worden sind. Gut so.
normalo3006 19.03.2014
2. Mit Thaksins Niedergang beruhigt sich die Lage
Die Thaksin-Marionette steht mit dem Rücken zur Wand. Ihre Verurteilung in diversen Korruptionsfällen mit Milliarden Dollarschaden ist eine Frage der Zeit. Die Mörder am Rande der Protestbewegungen sind im Lager der Rothemden identifiziert. Damit ist die Stimmung endgültig gekippt. Dieser Clan ist wie die Pest für Thailand. Schlimmer als alle korrupten Politiker zuvor und nachher zusammen. Jetzt ist endlich Schluss.
Benko 19.03.2014
3. Hahaha
Hier schreiben wohl von ihren Mias frustrierte Farangs, denen es besser zu Gesicht stehen würde zu schweigen. Tatsache ist: ob Rot oder Gelb macht im Hinblick auf Korruption keinen Unterschied. Die Roten allerdings waren die ersten die der Landbevölkerung Brotkrumen gegeben haben. Unter den Gelben gab es noch weniger für sie. Hier hat keine Farbe Recht oder Unrecht, beide haben gleich viel Dreck am Stecken, die Gelben tendenziell mehr Tote zu verantworten. Aber das scheint ja schon wieder vergessen zu sein.
raoul2 20.03.2014
4. So ein Unsinn
Niemand hat dem Land so sehr geschadet, die Menschen so sehr ausgeplündert und so viel Menschenleben auf dem Gewissen wie der rechtskräftig verurteilte Ex-PM Thaksin Shinawatra, der weiterhin vor seiner Gefängnisstrafe auf der Flucht ist und (meist von Dubai aus) versucht, mittels diverser Marionetten seine üblen Machenschaften weiter zu treiben. --- Schon vergessen, wie dieser Schlächter von Siam unter dem Deckmantel eines "Drogen-Kriegs" mehrere Hundert (wahrscheinlich fast 3,000) Menschen hat umbringen lassen? "Außergerichtliche Tötungen" nennen die Menschenrechts-Organisationen das, wofür er sich noch vor einem ordentlichen (ich meine: einem internationalen) Gericht wird verantworten müssen. --- Schon vergessen, wie menschenverachtend er sich öffentlich über die von seinen Soldaten auf LKW-Ladeflächen gefesselten und übereinandergestapelten Männer in Süd-Thailand, die bei dieser "Behandlung" elendiglich krepierten, lustig gemacht hat? "Warum haben sie denn auch so wenig gegessen und getrunken ..." rief er den Ermordeten noch hinterher. Es war Ramadan und die Männer waren ausschließlich Moslems. --- Schon vergessen, wie er die Menschen mit Knebelverträgen bei den angeblich so großzügig bemessenen "Krediten" unterjochte und sie um ihr kleines Stückchen Land brachte? --- Man könnte die Reihe der Ungeheuerlichkeiten bis zumSt.-Nimmerleinstag fortsetzen. --- Aufrechnen von Menschenrechtsverletzungen ist nicht angebracht. Alle Verbrecher müssen vor Gericht gebracht werden. Und Thaksin noch vor allen anderen.
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