Insolventer Reiseveranstalter Großteil der Thomas-Cook-Urlauber kehrt bis zum Wochenende zurück

Derzeit sind noch 11.500 Urlauber mit der deutschen Tochter des insolventen Reiseunternehmens Thomas Cook unterwegs. Bis zum Wochenende will der Konzern die meisten von ihnen zurückgeholt haben.

Thomas-Cook-Urlauber auf Kreta
Stefanos Rapanis/ REUTERS

Thomas-Cook-Urlauber auf Kreta


Fast alle Kunden des insolventen deutschen Reiseveranstalters Thomas Cook kehren nach Unternehmensangaben bis zum Wochenende aus dem Urlaub zurück. "In den darauf folgenden Tagen reisen die noch rund tausend verbliebenen Gäste nach und nach ab", erklärte das Unternehmen gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Aktuell sind demnach noch 11.500 Urlauber mit der deutschen Tochter von Thomas Cook unterwegs. Zu Beginn der Turbulenzen nach der Pleite des gleichnamigen britischen Mutterkonzerns waren es etwa 140.000 Reisende.

Das Unternehmen, zu dem unter anderem Neckermann Reisen, Öger Tours und Bucher Reisen gehören, war in den Sog der Pleite der Briten geraten. Drei deutsche Thomas-Cook-Gesellschaften stellten Insolvenzantrag. Alle weiteren Reisen bis einschließlich 31. Oktober wurden abgesagt, auch wenn sie schon bezahlt sind. Neue Reisen werden vorerst nicht mehr verkauft.

Der Versicherer Zurich Deutschland hat Urlaub und Rückreise der Thomas-Cook-Kunden abgesichert. Das Unternehmen hatte auch andere Veranstalter beauftragt, die Rückreise von betroffenen Urlaubern zu unterstützen, zum Beispiel beim Transfer vom Hotel zum Flughafen oder beim Check-in für den Rückflug.

Für alle Kunden, die bei Thomas Cook eine Pauschalreise gebucht haben, besteht in der Regel ein Insolvenzversicherungsschutz. Dieser wird mit dem Sicherungsschein nachgewiesen, den Verbraucher bei der Buchung einer Pauschalreise erhalten.

Lesen Sie hier alles Wissenswerte über den Sicherungsschein :

aar/dpa

insgesamt 2 Beiträge
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hevopi 03.10.2019
1. Leider gibt es diesen "Sicherheitsschein" nicht,
wenn man z.B. nur ein Hotel gebucht und schon bezahlt hat. Wer wirklich glaubt, er erhält in diesem Fall auch nur einen Cent aus der Konkursmasse (die wird von den Anwälten "verdient") ist leider naiv.
herkurius 04.10.2019
2. egal
Zitat von hevopiwenn man z.B. nur ein Hotel gebucht und schon bezahlt hat. Wer wirklich glaubt, er erhält in diesem Fall auch nur einen Cent aus der Konkursmasse (die wird von den Anwälten "verdient") ist leider naiv.
Das ändert sowieso nichts. Wie inzwischen klar ist, ist auch der Sicherungsschein auf 110 Millionen Euro pro Jahr und pro Versicherer für alle seine Kunden (nicht nur Thomas Cook) beschränkt, wobei zuerst natürlich die Kosten für die Rückführung der gestrandeten Kunden und die Abdeckung eines eventuellen Pfandrechts der Hoteliers an dem Gepäck der Gäste bezahlt werden, damit diese nach Hause können. Bei einer Großpleite wie bei Thomas Cook (und die Zürich hat inzwischen schon eine weitere aus den 110 Mio zu bewältigen, Tour Vital) bleibt da nichts übrig, das war nur eine Art Alibi. Was übrigens im März 2019 die Bundestagsfraktion der Grünen moniert hat, sowie Verbraucherschutzverbände. (Quelle: ""(...) kritisiert Beate Wagner, Juristin bei der Verbraucherzentrale NRW gegenüber der "SZ". Noch fataler werde diese "Eigenheit" des Gesetzes, dass die Höchstgrenze nicht pro Reiseveranstalter oder pro Schadenfall (also Insolvenz), sondern für alle möglichen Schäden, die ein Versicherer in einem Jahr in der Sparte der Pauschalreisen hat, gilt".
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